Regionalliga

Offenbach, Essen & Co. - Regionalligisten schlagen Alarm

Gegen die Übermacht der U-Teams formiert sich Widerstand

"Wir haben keine Chance" - Regionalligisten schlagen Alarm

Spricht die Probleme in der Regionalliga offen an: Offenbachs Thomas Sobotzik.

Spricht die Probleme in der Regionalliga offen an: Offenbachs Thomas Sobotzik. imago

Die zweiten Mannschaften von Borussia Dortmund und dem SC Freiburg feierten den Aufstieg, die Traditionsvereine Kickers Offenbach und Rot-Weiss Essen schauten in der Regionalliga dagegen in die Röhre. Im kicker (Montagausgabe) schlagen einige Verantwortliche nun Alarm.

"Wenn die U-Teams wirklich ernst machen", glaubt etwa Offenbachs Geschäftsführer Thomas Sobotzik, "haben wir keine Chance mitzuhalten." Die nackten Zahlen stützen die Aussage des früheren Bundesligaprofis. Der OFC beendete die Regionalliga-Saison auf Platz drei, sechs Punkte hinter dem erstplatzierten SC Freiburg II. Doch bei den Breisgauern kamen acht Spieler aus dem Bundesligakader von Trainer Christian Streich auf gemeinsam 25 Einsätze in der Zweitvertretung. Und nicht nur in der individuellen Qualität zeigt sich der Unterschied, auch in der Masse: Während die Vereine in der Südwest-Staffel im Schnitt 27,77 Spieler einsetzten, waren es beim Sportclub satte 38.

Die aktuelle Entwicklung sorgt bei den Traditionsvereinen für Verunsicherung. Immer mehr Profiklubs setzen derzeit auf starke Zweitvertretungen. Der 2014 von Bayer Leverkusen ins Rollen gebrachte Trend zur Abmeldung der 2. Mannschaften ist längst abgeflacht. Es bahnt sich eine Umkehr an. Bei Eintracht Frankfurt beispielsweise, wo man das älteste U-Team zur Saison 2014/15 abgemeldet hatte.

"Ohne Kritik an Entscheidungen, die zu einem anderen Zeitpunkt und unter damals herrschenden Voraussetzungen getroffen wurden: Ich finde eine U 23 oder U 21, je nach Definition, extrem wichtig", erklärt Frankfurts neuer Sportvorstand Markus Krösche. Eine Aussage, die die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen in der Regionalliga noch tiefer werden lässt.

Gegen die strukturelle Überlegenheit regt sich jetzt Widerstand: Was die Vereinsbosse Marcus Uhlig (Rot-Weiss Essen) und Martin Bader (Alemannia Aachen) zu der Problematik sagen, warum die U-23-Regelung als äußerst problematisch angesehen wird und weitere Statistiken zu den jeweils eingesetzten Spielern lesen Sie in der Story im kicker an diesem Montag - oder noch heute Abend hier im eMagazine.

Jim Decker/Moritz Kreilinger