Bundesliga

Windhorst bereut Einstieg bei Hertha BSC: "Nur Nachteile"

Investor kritisiert Klubführung deutlich - Klub reagiert

Windhorst bereut Einstieg bei Hertha: "Nur Nachteile"

"Ich lasse mir von niemandem dort 375 Millionen Euro verbrennen": Lars Windhorst.

"Ich lasse mir von niemandem dort 375 Millionen Euro verbrennen": Lars Windhorst. picture alliance/dpa

"Ich habe darauf gesetzt, dass bei Hertha rational und in die Zukunft denkende Leute das Sagen haben, die auch nachhaltig den Erfolg wollen", sagte Windhorst dem Wirtschaftsmagazin "Capital". In den vergangenen Monaten sei ihm aber klar geworden, dass es einigen Leuten dort in erster Linie um "Machterhalt und Klüngelei" gehe.

Seit 2019 hat Windhorst mit seiner Tennor-Group insgesamt 375 Millionen Euro in den Hauptstadtklub investiert, der aktuell erneut gegen den Abstieg kämpft. Auf die Frage, ob er seinen Einstieg bei Hertha als Fehler betrachte, antwortete Windhorst: "Ehrlich gesagt, aus heutiger Sicht ja, leider. Bislang hat mir das Investment bei Hertha abgesehen von positiven Erfahrungen mit vielen Mitgliedern nur Nachteile gebracht."

Hertha überrascht: "Wir werden ihn befragen"

Gleichzeitig sagte er: "Ich lasse mir von niemandem dort 375 Millionen Euro verbrennen und werde darum niemals aufgeben." Er werde "das Investment zum Erfolg führen, auch wenn es viel länger dauern wird als ursprünglich geplant", so Windhorst.

Hertha reagierte überrascht auf die Aussagen. "Herr Windhorst hat sich bisher weder in entsprechenden Sitzungen des Vereins noch gegenüber Personen im Verein in dieser Form geäußert", teilten die Berliner auf dpa-Anfrage mit. "Alle Entscheidungen wurden seit seinem Einstieg bei Hertha BSC einstimmig im Beirat beschlossen. Wir werden ihn dazu befragen."

jpe

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