Regionalliga

Wimmer und die liegen gebliebenen "Sitzer"

Arminia hadert erneut mit der Chancenverwertung

Wimmer und die liegen gebliebenen "Sitzer"

Dicke Chance: Patrick Wimmer (re.) trifft früh im Spiel den Ball nicht. 

Dicke Chance: Patrick Wimmer (re.) trifft früh im Spiel den Ball nicht.  picture alliance

"Drei glasklare Chancen, bei denen am Ende der Ertrag fehlt" - so brachte der Bielefelder Coach Frank Kramer zumindest die erste Hälfte  des Spiels gegen die Kraichgauer aus Sicht der Ostwestfalen auf den Punkt. Denn seine Arminen überraschten die TSG zu Beginn gleich mehrfach, verpassten aber die Führung und haderten am Ende - wie schon beim 1:3 in Gladbach - mit der eigenen Chancenverwertung.  

Wimmer stets im Mittelpunkt

So auch Patrick Wimmer: "Ein paar 'Sitzer' haben wir liegengelassen. Das Spiel läuft anders, wenn wir ein, zwei davon nutzen", sagte der 20-Jährige bei "Sky" und meinte damit die drei vergebenen nahezu hundertprozentigen Großchancen in den ersten 13 Minuten. Dabei hätte der Offensivspieler selbst schon ganz früh die Führung erzielen können, wenn nicht gar müssen: "'Fabi' (Klos; d. Red.) spielt den Pass unglaublich, ich habe den Ball spät gesehen und dann ging es daneben", beschrieb der Österreicher die Situation, in der er frei vor dem weit offenen Tor das Spielgerät nicht getroffen hatte. 

Bei den anderen beiden Riesenchancen der Ostwestfalen machte Wimmer indes alles richtig, denn sowohl für Robin Hack und Fabian Klos legte er mustergültig auf; Hack jedoch traf den Pfosten, Klos scheiterte an TSG-Keeper Oliver Baumann.

Ortega Moreno: "Es nervt gerade"

Ein "schönes Spiel mit einem echt unverdienten Ergebnis für uns", nannte Torhüter Stefan Ortega Moreno das torlose Remis, relativierte anschließend angesichts der über längere Phasen des Spiels überlegenen Gäste aber auch ein wenig: "Klar war Hoffenheim hier und da auch gefährlich. Ich finde aber, wir hatten die klareren Torchancen. Es ist schön zu sehen, dass wir ordentlich spielen, aber vom Ertrag her nervt es gerade."

Trainer Kramer verzichtete trotz der bislang lediglich drei erzielten Treffer in fünf Spielen und der Tatsache, dass Bielefeld als einziges Bundesliga-Team neben Frankfurt und Fürth noch ohne Saisonsieg in der Liga ist, auf allzu großes Hadern. "Wir versuchen, kaltschnäuziger zu werden und arbeiten daran. Natürlich wollen wir in so einem Spiel, wo wir so nah dran sind, auch Punkte mitnehmen. Aber wir sind in einem Entwicklungsprozess." 

jom

Bilder zur Partie Arminia Bielefeld - TSG Hoffenheim