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Wimbledon 2022: Favoriten, Preisgelder, TV und deutsche Chancen

Was ist von Otte zu erwarten?

Wimbledon 2022: Favoriten, Preisgelder, TV und deutsche Chancen

Über sie wird der Titel gehen: Iga Swiatek und Novak Djokovic.

Über sie wird der Titel gehen: Iga Swiatek und Novak Djokovic. imago images (2)

Am Montag geht es in Wimbledon los, zwei Wochen später wird traditionell am Sonntag (10. Juli) das Finale ausgespielt. In Sachen Termine gibt es dieses Jahr in Wimbledon eine Besonderheit, der Sonntag in der ersten Turnierwoche wird diesmal nämlich kein Ruhetag sein. Bisher war das immer so gehandhabt worden - es änderte sich nur, wenn das Turnier aufgrund zu vieler Regenpausen dem Spielplan sehr hinterherhinkte.

Zwei klare Favoriten in Wimbledon

Werfen wir einen Blick auf die Favoriten. Und da gibt es sowohl bei den Damen als auch den Herren jeweils einen ganz klaren: Iga Swiatek und Novak Djokovic. Die Polin eilt aktuell von Turniersieg zu Turniersieg, scheint derzeit kaum zu bezwingen zu sein. Ziemlich locker holte sie sich vor einigen Wochen zum zweiten Mal den Titel bei den French Open.

Nun muss sie sich allerdings auf Rasen beweisen, in der vergangenen Saison schied sie in Wimbledon im Achtelfinale aus. Hinter der Nummer eins der Welt gibt es bei den Damen einige Anwärterinnen, die sich Mitfavoritinnen nennen dürfen, aber wie so oft im Damenfeld ist mit Überraschungen zu rechnen. Interessant zu sehen sein wird, wie Serena Williams nach langer Pause drauf ist.

Bei den Herren geht der Titel nur über Novak Djokovic, der das Turnier bereits sechsmal gewonnen hat und amtierender Titelträger ist. Die Buchmacher führen direkt dahinter den Italiener Matteo Berrettini, der nach seiner Verletzung auf Rasen eine ausgezeichnete Form zeigte, die Turniere in Stuttgart und London gewann. Direkt dahinter folgt Rafael Nadal, der bisher beide Grand-Slam-Turniere des Jahres gewann und trotz seiner Fußprobleme starten will. Auch dem spanischen Youngster Carlos Alcaraz werden gute Chancen eingeräumt, allerdings muss er sich auf dem Untergrund erst einmal beweisen.

Wie sieht es bei den Deutschen für Wimbledon aus?

Oscar Otte

Zuletzt richtig gut in Form: Oscar Otte. IMAGO/Claus Bergmann

Mit Alexander Zverev fehlt der beste deutsche Tennisspieler aufgrund seiner in Paris erlittenen Bänderverletzung. Er wäre in London ein ganz heißer Anwärter auf den Titel gewesen. Mit Spannung erwartet werden darf auf jeden Fall der Auftritt von Senkrechtstarter Oscar Otte (28), der in Stuttgart und Halle sehr stark aufspielte und mit Platz 36 in der Weltrangliste aktuell so gut dasteht wie noch nie zuvor in seiner Karriere.

Bei den deutschen Damen hat Angelique Kerber maximal Außenseiterchancen. Allerdings hat die 34-Jährige 2018 schon einmal in Wimbledon gewonnen. Insgesamt triumphierte sie schon dreimal bei einem Grand-Slam-Turnier.

Übertragung von Wimbledon

Wie auch in den vergangenen Jahren wird das gesamte Turnier wieder beim Pay-TV Sender "Sky" zu sehen sein. Im Free-TV besteht keine Chance, Matches aus London zu verfolgen.

Preisgeld in Wimbledon

Insgesamt werden beim Turnier 40,35 Millionen britische Pfund verteilt, das entspricht in etwa 46 Millionen Euro. Siegerin und Sieger dürfen sich jeweils über einen Schein über zwei Millionen Pfund (knapp 2,3 Millionen Euro) freuen. Wer es ins Hauptfeld schafft, wird dafür mit 50.000 Pfund, was etwa 57.000 Euro entspricht, belohnt.

Was gibt es sonst noch zu Wimbledon zu wissen?

Wimbledon hat sich dazu entschlossen, dass Spieler aus Russland und Belarus aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine nicht teilnehmen dürfen. Mit Daniil Medvedev ist damit auch die Nummer eins der Welt und einer der möglichen Titelfavoriten betroffen. Somit ist bei den Herren die Nummer eins und zwei (Zverev) nicht mit dabei. Djokovic wird somit an eins gesetzt sein.

Auch völlig neu ist, dass WTA und ATP bei diesem Grand-Slam-Turnier keine Punkte vergeben werden. Grund ist eben der Ausschluss russischer und belarussischer Spieler aufgrund des seit vielen Wochen andauernden Krieges.

mst

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