Nordost

Wiedersehen nach Becherwurf: RWE will Zwickau unterstützen

"Tolle Geste"

Wiedersehen nach Becherwurf: RWE will Zwickau mit Testspiel unterstützen

Rund neun Monate wird es her sein, wenn Rot-Weiss Essen am 13. Januar erneut auf den FSV Zwickau trifft.

Rund neun Monate wird es her sein, wenn Rot-Weiss Essen am 13. Januar erneut auf den FSV Zwickau trifft. IMAGO/Markus Endberg

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Der FSV Zwickau wird zum Jahresauftakt im Rahmen der Vorbereitung auf die Rückrunde ein Testspiel beim Drittligisten Rot-Weiss Essen bestreiten. Ein Spiel, das nicht nur einen sportlichen Mehrwert bieten, sondern auch zur Unterstützung des verschuldeten FSV beitragen soll. Denn beide Teams verbindet eine Vorgeschichte.

Rund neun Monate wird es am 13. Januar her sein, wenn Rot-Weiss Essen erneut auf den FSV Zwickau trifft. Damals standen sich beide Vereine im Rückrundenspiel der 3. Liga in Zwickau gegenüber. Beim Weg in die Kabine  kam es in der Halbzeit zu einem Zwischenfall. Schiedsrichter Nicolas Winter wurde von einem Fan mit dem Inhalt eines Bierbechers übergossen, worauf er das Spiel beim Stand von 1:1 abbrach und Zwickau im Nachgang am Grünen Tisch ganz wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten verlor.

Teilung der Einnahmen

Am Ende hielt RWE die Klasse und der FSV musste den Gang in die Regionalliga antreten. Nun reist der FSV auf Einladung der Essener zu einem Freundschaftsspiel nach Nordrhein-Westfalen. Das Besondere: Die Einnahmen des Freundschaftsspiels werden geteilt. Eine Aktion, die dem FSV Zwickau zu Gute kommen wird, denn die Schwäne drücken weiterhin zwei Millionen Euro an Verbindlichkeiten.

RWE-Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig erklärt in einer Meldung des Schwäne: "Zwickau hatte in der letzten Saison sicherlich auch seinen Anteil daran, dass wir den Klassenerhalt erreichen konnten. Zeitgleich musste der FSV die Liga verlassen, auch deshalb, weil unser gemeinsames Spiel wegen des Becherwurfs abgebrochen und im Nachlauf für uns gewertet wurde." Auch für die Essener ist das kein unbekanntes Szenario, wie er erklärt: "Aufgrund der Vorkommnisse in unserer letzten Regionalliga-Saison beim Spiel gegen Preußen Münster können wir sehr gut nachvollziehen, wie machtlos man als Verein gegen solche Ereignisse ist, jedoch alle negativen Konsequenzen tragen muss."

Der FSV bedankt sich in der Meldung bei Essen für "die tolle Geste, die in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich ist".

kon

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