Bundesliga

Wie Widmer, Lee und Fernandes die Mainzer Kasse auffüllen

FIFA beteiligt die Klubs an den WM-Einnahmen

Wie Widmer, Lee und Fernandes die Mainzer Kasse auffüllen

Seine Einsätze bei der WM spülen Mainz Geld in die Kasse: Silvan Widmer.

Seine Einsätze bei der WM spülen Mainz Geld in die Kasse: Silvan Widmer. IMAGO/Sven Simon

Unabhängig von den Einsatzzeiten entlohnt die FIFA die Klubs, deren Spieler bei der WM in Katar zum 26-köpfigen Kader eines Nationalteams gehören, mit 10.000 US-Dollar (9616 Euro) pro Tag, wobei die Vorbereitungszeit mitgezählt wird. Für die Vorrunde kommen so pro Spieler rund 173.000 Euro zusammen, für das Erreichen des Achtelfinals sind es 212.000, für das Viertelfinale 269.000, für das Halbfinale 308.000 und beim Einzug ins Endspiel sind es stattliche 356.000 Euro.

Insgesamt will die FIFA auf diese Weise die Vereine mit rund 200 Millionen Euro am wirtschaftlichen WM-Erfolg beteiligen. Wie viele der insgesamt 832 WM-Spieler in die Zählung kommen, ist aber noch offen. Geld gibt es nämlich nur, wenn der aktuelle Verein bis 31. Oktober, also sogar noch vor der Nominierung durch die Nationalverbände, einen entsprechenden Antrag gestellt hat.

Im Rahmen dieses Programms wurden nach der WM 2018 in Russland bereits Mittel in gleicher Höhe an 416 Klubs von 63 FIFA-Mitgliedsverbänden ausgezahlt. Das "Club Benefits Programme" gehört zu einer Kooperationsvereinbarung der FIFA mit der europäischen Klubvereinigung und wurde zur WM 2010 eingeführt.

05er erhalten nicht die volle Summe

Wie schon bei der vorherigen Weltmeisterschaft wird die Abstellungsentschädigung auf die Vereine der vergangenen zwei Jahre verteilt. Ein Drittel geht an den Klub, für den ein Spieler in den WM-Monaten November und Dezember 2022 registriert ist, ein Drittel an den Verein im Jahr davor und ein weiteres Drittel an den Arbeitgeber der vorletzten Saison.

Bei Widmer und Lee, die im Sommer 2021 nach Mainz kamen, kann der FSV daher nur zwei Drittel der Gesamtsumme für jeden Spieler beanspruchen. Das gilt auch für Fernandes, der 2021/22 an Arminia Bielefeld und Young Boys Bern verliehen war. Bis zum Vorrundenende bringt das FSV-Trio zusammen rund 350.000 Euro in die Mainzer Kasse, gut 115.000 Euro pro Mann. Bis zum Finale würde sich diese Summe mehr als verdoppeln.

Michael Ebert

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