Bundesliga

Wie Seoane und Bayer Adli zum Wechsel überredeten

Leverkusen stach zahlreiche Bewerber aus

Wie Seoane und Bayer Adli zum Wechsel überredeten

Ihm gelang beim ersten Jokereinsatz fast der erste Treffer für Leverkusen: Amine Adli.

Ihm gelang beim ersten Jokereinsatz fast der erste Treffer für Leverkusen: Amine Adli. imago images/Jan Huebner

Am Ende ging alles ganz schnell. Vergangenen Donnerstag absolvierte Amine Adli, der bis 2026 unterschrieben hat, in Leverkusen den Medizincheck, am Freitag "bin ich sofort ins Training eingestiegen", berichtete der 21-jährige Franzose. Am Samstag sammelte er seine ersten Einsatzminuten beim 4:1-Erfolg in Augsburg und verpasste mit einem Pfostentreffer nur knapp das Traumdebüt. Überhaupt sei er überrascht gewesen, wie gut er aufgenommen worden sei, berichtete er am Donnerstag bei seiner Vorstellungs-PK. Dabei gebe es keinerlei sprachliche Probleme, da in der Werkself ohnehin ein paar Kollegen Französisch sprechen, ansonsten verständige man sich eben auf Englisch.

Unschöner Abschied aus Toulouse

Doch so schön der Einstieg bei Bayer war, so unschön geriet der Abschied aus Toulouse. Eine Rote Karte brachte ihm zunächst eine Sperre von zwei Spielen ein, dann wurde er auch noch vom Klub bis zum Ende des Transferfensters suspendiert, da er trotz seines 2022 auslaufenden Vertrags wohl nicht mit dem Verein über eine Verlängerung reden wollte.  "Es ist nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht hätte", gab Adli am Donnerstag in einer Presserunde zu. "Das war eine unangenehme Situation."

Seoane überzeugt Adli

Offenbar hatte Adli die Qual der Wahl, das Interesse von einigen Topklubs war wohl hinterlegt. Warum also die Entscheidung pro Leverkusen? "Das hat mit dem Trainer zu tun", erklärte der Franzose. Denn mit Gerardo Seoane habe es ein sehr langes Gespräch gegeben. "Er hat mir erläutert, welche Ziele er verfolgt und dass der Klub stark auf junge Spieler setzt. Die Mannschaft ist auch sehr jung und das sind viele positive Dinge, die den Ausschlag für Leverkusen gegeben haben." Mit seinem vertrauten Kreis an Personen habe er sich aber alle Angebote angeschaut und letztlich überlegt, welcher Klub am besten für ihn sei. "Das Projekt bei Bayer erschien mir sehr interessant."

Den zu Aston Villa abgewanderten Leon Bailey möchte er allerdings nicht ersetzen. "Ich möchte meine eigene Rolle als Amine Adli", sagt der Linksfuß ganz selbstbewusst und erzählt von seinen Stärken: "Ich bin ein sehr schneller und guter Konterspieler, kann gut kombinieren, mag das Spielen auf engem Raum, dribbele gerne und bin sehr wendig."

Dass ihn der Sprung von der zweiten französischen Liga in die Bundesliga überfordert, glaubt er nicht. "Nein, ich mache mir keine Sorgen, dass ich mich auf diesem höheren Niveau messen kann", sagt Adli. "Klar, vielleicht braucht das am Anfang noch etwas Zeit."

tru