Bundesliga

Wie Borussia Mönchengladbach die Bayern "stressen" will

Die Lehren aus Gladbachs "Wendemanöver" im Hinspiel

Wie Rose die Bayern "stressen" will

Steht vor seinem drittletzten Spiel als Trainer der Fohlen: Marco Rose.

Steht vor seinem drittletzten Spiel als Trainer der Fohlen: Marco Rose. imago images

Nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gegen den Rekordmeister zu gewinnen, das gelingt nicht vielen Mannschaften. Insofern war dieses "Wendemanöver" im Januar natürlich etwas ganz Besonderes in einer sehr abwechslungsreichen Saison der Fohlen.

Ins Rückspiel gegen die Bayern startet Marco Rose mit voller Kapelle und hat vor allem im offensiven Bereich eine enorme Auswahl unter Spitzenkräften, die sich für das besondere Duell aufdrängen. Dann könnten die Fohlen am Samstagabend auf den frischgebackenen Meister treffen, wenn am Nachmittag Borussia Dortmund gegen Bayern-Verfolger Leipzig gewinnen sollte.

Ausgeglichene Bilanz

Dabei schauen die Borussen auf eine Bilanz zurück, die kein anderer Klub aufweisen kann. In den vergangenen zehn Spielzeiten schafften nur die Fohlen eine ausgeglichene Bilanz gegen den Meister, mit acht Siegen, drei Unentschieden, acht Niederlagen. Und wie man einen Tabellenführer aufs Kreuz legt, haben die Gladbacher in dieser Saison auch schon zweimal gezeigt: Am sechsten Spieltag gab es ein 1:0 gegen den damaligen Tabellenführer RB Leipzig, dazu dann in der Hinrunde noch jenes 3:2 gegen den Spitzenreiter FC Bayern.

Intensität, Umschaltmomente, Ballbesitzphasen

Hinweise für die Herangehensweise gegen die überragende Mannschaft hier zu Lande zieht Marco Rose auch aus dem Hinspiel: "Wir haben uns das noch mal angesehen. In den ersten 25 Minuten waren wir zu passiv, auch wenn die Bayern sich keine großen Chancen herausgespielt haben. Da haben wir nicht die Intensität an den Tag gelegt, die nötig ist, um ihnen weh zu tun."

Roses Folgerung vor dem Showdown am Samstagabend: "Wir brauchen Umschaltmomente und natürlich Ballbesitzphasen." Wie es gehen kann, die Bayern zu überraschen, hat zuletzt ein Kontrahent bewiesen, dem man das nicht unbedingt zugetraut hatte: Roses Ex-Klub FSV Mainz, der die Münchner mit 2:1 besiegte. "Die haben es sehr gut hinbekommen, die Bayern zu stressen", lobt der Gladbacher Coach; das wollen die Borussen in ähnlicher Form in München erreichen.

Es ist eine torreiche Partie zu erwarten

Die Bayern also überflügeln auch in der aktuellen Saison nicht unerwartet die Konkurrenz, doch zumindest in einem sehr wichtigen Bereich kommen die Fohlen dem Rekord-Champion zumindest sehr nah. So ist am Samstag eine torreiche Partie zu erwarten, denn es treffen sich die beiden Mannschaften mit der besten Chancenverwertung: Der FC Bayern kommt auf 35,7 Prozent, Borussia Mönchengladbach immerhin auf 34,7. Das sind die Topwerte der Liga.

Oliver Bitter

Nur Herrmann toppt Müller - Stamboulis langes Warten