2. Bundesliga

"Wie eine Stunde": Tietz über Kaugummi-Schlussphase in Hamburg

Zwei frühe Tore sichern Lilien-Sieg beim HSV

"Wie eine Stunde": Tietz über Kaugummi-Schlussphase in Hamburg

Der Jubel bei den Lilien nach dem Auswärtssieg war groß.

Der Jubel bei den Lilien nach dem Auswärtssieg war groß. IMAGO/Nordphoto

"Ich glaube, es war ein hektisches Spiel", fasste Torschütze Phillip Tietz gegenüber "Sky" den 2:1-Erfolg beim HSV fast noch etwas untertrieben zusammen. In einer wilden Viertelstunde hatte es im Volkspark im Verlauf der zweiten Halbzeit sieben Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte gegeben, der vor Abpfiff eine weitere Rote Karte folgte - weshalb sich für den Torjäger die Schlussphase zog wie Kaugummi: "Die letzten 25 Minuten kamen mir vor wie eine Stunde."

Verdienter Sieg in Hamburg "etwas Besonderes"

Dabei hatten sich die Hessen durchaus darauf eingestellt, "phasenweise leiden werden" zu müssen, wie Kapitän Fabian Holland zu Protokoll gab. Allerdings bezog sich dies weniger auf zähe Schlussminuten. "Wir wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Hamburg ist mit Ball sehr gut", so der Linksverteidiger, der an der ersten Roten Karte gegen den HSV durch eine Provokation Aaron Opokus maßgeblich beteiligt war. 

Nach dem Abpfiff konzentrierte sich der Routinier aber auf die sportlichen Gründe des Sieges: "Wir wollten sie früh stören, Fehler provozieren und über den Fight ins Spielerische kommen. Das ist uns heute sehr gut gelungen." Sich dadurch einen Dreier beim HSV verdient zu haben: für Holland "etwas Besonderes". 

Ähnlich verordnete auch Keeper Marcel Schuhen den Auswärtserfolg: "Es war ein völlig verdienter Sieg. Das als Darmstadt 98 beim HSV sagen zu dürfen, ist wirklich etwas Besonderes." Entscheidend war laut des Schlussmanns, dass "wir super ins Spiel gekommen sind". Bereits nach sieben Minuten hatten die Darmstädter 2:0 geführt. Natürlich hätten die Platzverweise, laut Schuhen "allesamt richtige Entscheidungen", das Spiel hektisch werden lassen, doch seine Mannschaft habe "einen Kampf daraus gemacht und verdient gewonnen".

Leidenschaft schlägt verpasste Vorentscheidung

Trainer Torsten Lieberknecht hätte sich diesen Kampf jedoch gerne gespart: "Wir hatten sogar vor der Pause gute Möglichkeiten, das 3:0 zu machen und kurz vor dem Anschlusstreffer können wir durch Magnus Warming den Deckel draufmachen", fasste er auf der Pressekonferenz ausgelassene Chancen auf eine frühere Entscheidung zusammen, fügte aber an: "Ein Lob an meine Mannschaft für diese Intensität. Es war bis zum Schluss die berühmte Leidenschaft, das Spiel unbedingt zu gewinnen."

Trotz fünf Pflichtspielsiegen in Serie gelte es laut dem Coach, "demütig zu bleiben". Eine Haltung, mit der Lieberknecht am Samstag, den 27. August (13 Uhr, LIVE! bei kicker), auch gegen Heidenheim bestehen will. 

mja

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