Regionalliga

Wettberg verlässt SVS am Saisonende

Seligenporten: 71-jähriger Trainer will seine Fußballschule ausbauen

Wettberg verlässt SVS am Saisonende

Seine Zeit als SVS-Trainer neigt sich dem Ende zu: Karsten Wettberg legt seine Trainertätigkeit am Saisonende nieder.

Seine Zeit als SVS-Trainer neigt sich dem Ende zu: Karsten Wettberg legt seine Trainertätigkeit am Saisonende nieder. imago

2009 hatte Wettberg beim SVS übernommen und den damals abstiegsbedrohten Bayernligisten in der Liga gehalten. Drei Jahre später gelang dem Erfolgstrainer dann sogar der Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga Bayern.

Vor allem von seiner Zeit beim TSV 1860 München ist der Coach über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt: Mit den "60ern", deren Vizepräsident er von 2007 bis 2008 war, gelang ihm 1991 als Coach der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Bei der Ehrung auf dem Rathausbalkon des Münchner Marienplatz war er vom damaligen OB Georg Kronawitter "der König von Giesing" getauft worden.

Regionalliga Bayern - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
FV Illertissen FV Illertissen
48
2
1. FC Nürnberg II 1. FC Nürnberg II
44
3
1860 München II 1860 München II
42
Trainersteckbrief Wettberg
Wettberg

Wettberg Karsten

Nun will der Trainerguru etwas kürzer treten: "Ich werde bald 72 und bin die vierte Saison in Seligenporten. Durch die 130 Kilometer Entfernung zu meinem Wohnort geht mir viel Lebensqualität verloren". Bis zum Saisonende wird er jedoch weiterhin alles für den SVS geben und hinterlässt seinem Nachfolger ein bestelltes Feld: "Ich war ja, außer beim SV Saal, noch nie so lange bei einem Verein, das zeigt ja meine Verbundenheit. Wir haben hier im sportlichen Bereich und mit dem neuen Stadion etwas aufgebaut."

Sich komplett aus dem Fußballgeschäft zurückziehen will sich Wettberg jedoch nicht. Er plant, seine Fußballschule weiter auszubauen und auch dem Scouting im Juniorenbereich des TSV 1860 mehr Zeit zu widmen. "Da muss man mal sehen, ob vielleicht mehr daraus wird", blickt er voraus. Auch eine weitere Trainertätigkeit will er nicht ausschließen.