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Westfalia Rhynern schießt den RSV Meinerzhagen ab

Oberliga Westfalen - 14. Spieltag

Westfalia Rhynern schießt Meinerzhagen ab - Vreden ist über dem Strich

Auf bestem Weg in die Aufstiegsrunde: Der SV Westfalia Rhynern (hier ein Archivfoto) fertigte den RSV Meinerzhagen mit 6:0 ab.

Auf bestem Weg in die Aufstiegsrunde: Der SV Westfalia Rhynern (hier ein Archivfoto) fertigte den RSV Meinerzhagen mit 6:0 ab. imago images/Rene Traut

Oberliga Westfalen

Die Top fünf der Liga könnten womöglich noch theoretisch aus den zehn Plätzen zur Aufstiegsrunde fallen, in der Praxis treten sie aber komplett anders auf: Schon am Donnerstag feierte der SC Paderborn II ein Schützenfest in Holzwickede, am Wochenende ließ sich auch die direkte Konkurrenz nicht lumpen. Tabellenführer 1. FC Kaan-Marienborn dominierte auf dem heimischen Kunstrasenplatz den TuS Haltern am See (3:0). Beim 1:0 in der 10. Minute schaltete Hoffmann nach einem Abpraller am schnellsten und versenkte den Ball volley im Tor. Es dauerte nicht lange, da stand es 2:0, weil Waldrich nach einer Freistoßflanke die Lufthoheit für sich beanspruchen konnte und somit auch Torwart Drobe machtlos war (21.). Das galt auch beim 3:0, Scheld verwandelte in Minute 73 einen Foulelfmeter platziert, da half es Drobe auch nichts, dass er die Ecke ahnte.

Sogar mit 4:0 schlug die SG Wattenscheid 09 vor 750 Zuschauern die Hammer SpVg. Beim 1:0 hob Casalino an der Grundlinie den Kopf, erspähte am Sechzehner Yildiz, und der brachte die SGW mit einer Direktabnahme in Führung. Somit konnte es sich Wattenscheid leisten, bis zur Pause eine eher ökonomische Spielweise an den Tag zu legen. Nach Wiederanpfiff zog die Britscho-Truppe aber wieder die Zügel an, in der 47. Minute landete ein Drehschuss von Hönicke an der Latte, den Abpraller drückte Kaminski über die Linie. Nach gut einer Stunde legte SGW-Torwart Staudt eine Glanzparade hin, im Anschluss stand wieder Wattenscheids Offensive im Blickpunkt: Wieder zog Casalino bis zur Grundlinie, wieder legte er gekonnt zurück, diesmal mit Sindermann als Torschützen (70.). Jener Sindermann schaltete elf Minuten später bei einer flach hereingebrachten Ecke am schnellsten und besorgte mit einem strammen Schuss den 4:0-Endstand.

Für den FC Gütersloh begann das Spiel bei Victoria Clarholz wie gemalt: Kandic zirkelte in der 7. Minute einen Freistoß in den Winkel. Weiter ging es mit Toren dann erst in Durchgang zwei: Bannink versenkte eine Flanke (57.) und Illig verwertete einen Abpraller (84.) zum verdienten 3:0-Erfolg. Der SV Westfalia Rhynern deklassierte den RSV Meinerzhagen mit 6:0, dreimal Probst, zweimal Sezer und einmal Toy trugen sich in die Torschützenliste ein.

An der entscheidenden Grenze zwischen Platz zehn und elf herrscht weiter reger Verkehr. Die TSG Sprockhövel fiel wegen des ausgefallenen Spiels in Rheine unter den Strich, dafür steht nun die SpVgg Vreden darüber, dem 2:0 beim TuS Ennepetal sei Dank. Kondring (65.) und Hinkelmann (80.) erzielten die Tore.

Bei Siegen sticht der Joker

Die Sportfreunde Siegen schlugen indes den Sportverein Schermbeck mit 3:2 und haben - bei allerdings zwei Spielen mehr - nun fünf Punkte Vorsprung auf Rang elf. Die Schermbecker gingen am Sonntag durch einen Karagülmez-Elfmeter in Führung (15.), den Mosch zwanzig Minuten später egalisierte. Im zweiten Durchgang waren nicht einmal drei Minuten gespielt, da schoss Filipzik die Siegener in Front. Die Zuschauer bekamen ein packendes Spiel zu sehen, Habitz markierte in der 59. Minute das 2:2. Den letztlich entscheidenden Moment des Tages erfasste der eingewechselte Walter, als er nach 76 Minuten für die Gäste traf, Siegen brachte dieses 3:2 über die Zeit.

Zweimal hieß an diesem Spieltag das Endergebnis 4:3. Zum einen gewann der ASC 09 Dortmund auf diese Art und Weise gegen Preußen Münster II, zum anderen fuhr der TuS Erndtebrück mit diesem Resultat von der SG Finnentrop-Bamenohl nach Hause. Beide siegreiche Teams können sich nach derzeitigem Stand berechtigte Hoffnungen auf die Aufstiegsrunde machen, auch Münster II hat noch alle Chancen, während die SG schon zehn Punkte von den Top zehn entfernt ist.

stw

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