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Fortuna-Präsident Westendorf: "Müssen raus aus Regionalliga"

Neuer Anlauf 2023/24: Fortuna Köln will in die 3. Liga

Westendorfs Forderung: "Wir müssen raus aus der Regionalliga"

Fortuna-Präsident Hanns-Jörg Westendorf (rechts) und DFB-Präsident Bernd Neuendorf beim Fortuna-Jubiläum.

Fortuna-Präsident Hanns-Jörg Westendorf (rechts) und DFB-Präsident Bernd Neuendorf beim Fortuna-Jubiläum. IMAGO/Herbert Bucco

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Die 45 Regionalliga-Minuten, die Bernd Neuendorf am Freitagabend im Kölner Südstadion verfolgte, werden beim Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes vom sportlichen Aspekt kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des SC Fortuna Köln hatte der frühere Verbandspräsident des Mittelrheins das Heimspiel des Südstadt-Klubs gegen den 1. FC Bocholt besucht.

Nach einer schönen Choreografie im von rund 3000 Fans besuchten Südstadion gab es allerdings 45 Minuten sportliche Magerkost. Und Fortunas 1:0-Siegtreffer in der 52. Minute durch Sascha Marquet, hervorragend vorbereitet von Stipe Batarilo-Cerdic, verpasste Neuendorf. Zuvor hatte es zum festlichen Anlass einige nette Worte des obersten deutschen Fußball-Funktionärs in Richtung des Regionalligisten gegeben. "Fortuna Köln begleitet mich seit meiner Kindheit", sagte Neuendorf. Die früheren Vereinspräsidenten Jean Löring und Klaus Ulonska seien Legenden für ihn: "Die Fortuna gehört zu Köln wie der FC." Ein Besuch zum Jubiläum sei für ihn, den "Präsidenten der Amateure", Ehrensache gewesen.

Neue Saison, neuer Anlauf gen 3. Liga

Durch den Sieg untermauerte die Mannschaft von Trainer Markus von Ahlen derweil ihre im Jahr 2023 erarbeitete Stabilität. Die Fortuna ist nach wie vor ungeschlagen und hat sich inzwischen ins obere Tabellendrittel vorgearbeitet. "Es war ein Sieg der Leidenschaft, ein Sieg des Teamgeistes", lobte von Ahlen im Anschluss. Fußballerische Glanzpunkte hatte seine Mannschaft in den vergangenen Wochen nur selten gezeigt. Doch der Erfolg spricht für von Ahlen - zumal in Dominik Lanius und Dustin Willms wieder zwei Stammkräfte ausgefallen waren. So kam Finn Bauens, Fortunas 19 Jahre alter Ersatz-Innenverteidiger, zu seinem Startelf-Debüt in der Regionalliga - und erledigte seinen Job hochkonzentriert. "Ich hatte es vorher gesagt: Scheißegal, wer hier aufläuft. Unsere Mannschaft hat die Qualität, das Spiel zu gewinnen", berichtete von Ahlen.

Das letzte Spiel

Zum ersehnten Aufstieg indes genügt die sportliche Qualität in dieser Spielzeit nicht, so viel steht fest. Besonders deutlich wurde das im vergangenen Jahr, als die Fortuna sogar in den Bereich der Abstiegsränge rutschte und einen arg wackeligen Eindruck machte. In der kommenden Spielzeit soll deshalb ein weiterer Anlauf in Richtung 3. Liga genommen werden. "Wir müssen raus aus der Regionalliga", hatte Vereinspräsident Hanns-Jörg Westendorf unlängst gefordert.

Christian Krämer

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