Regionalliga

Werner und seine Konzepte

Düsseldorf: Geschäftsführer will außergewöhnliche Fußballer

Werner und seine Konzepte

Wolf Werner

Visionen für Düsseldorf: Wolf Werner will die Fortuna zurück in den Profifußball bringen. imago

kicker: Herr Werner, Sie haben gesagt, wenn ein Verein in der Regionalliga interessant für Sie wäre, dann die Fortuna. Warum ausgerechnet Düsseldorf?

Wolf Werner (64): Ich halte die Nordliga für stärker als den Süden und die Fortuna mit ihrer tollen Vergangenheit für den renommiertesten Klub im Norden. Außerdem leisten Vereinsführung und Trainer hervorragende Arbeit, auf die sich aufbauen lässt.

kicker: Der Erwartungsdruck ist groß.

Werner: Das ist nachvollziehbar. Die Landeshauptstadt hat seit acht Jahren keinen Profifußball mehr gesehen. Deshalb habe ich ein Konzept mit professionellen Strukturen vorgelegt, das jungen Spielern Perspektiven eröffnet. Dazu ist es nötig, die Jugendteams in den höchsten Ligen zu etablieren und die Talente nicht an Dortmund, Schalke oder Leverkusen zu verlieren.

kicker: Das bedeutet aber nicht sofort Erfolge im Seniorenbereich.

Werner: Um die finanziellen Möglichkeiten zu erweitern, müssen wir auf mehreren Ebenen aktiv sein. Der Düsseldorfer Wirtschaft sollte verdeutlicht werden, dass unser Unterfangen seriös ist und auf Kontinuität setzt. Obwohl die Verpflichtung fertiger Spieler nicht wichtigster Eckpfeiler der Personalpolitik sein sollte, werden wir uns um außergewöhnliche Fußballer bemühen. Werder ist bestes Beispiel dafür, wie das aussehen kann.

kicker: Sind Kooperationen mit Werder Bremen denkbar?

Werner: Es wäre Blödsinn, vorhandene Kontakte nicht zu nutzen.

kicker: Sie treten Ihre Arbeit bei Fortuna Düsseldorf offiziell am 1. Juli 2007 an. Werden Sie schon vorher aktiv?

Werner: Natürlich. Wir werden im Verein gemeinsam Gespräche über die personellen Vorhaben für die neue Saison führen. Da will ich unbedingt mitwirken.

Interview: Wolfgang Schmitz