2. Bundesliga

Werner: "Ich gucke nicht, ich rechne nicht, ich lese nichts"

Werder-Coach noch für zwei Spiele im Tunnel

Werner: "Ich gucke nicht, ich rechne nicht, ich lese nichts"

Richtet den Blick derzeit nur auf sein Team: Werder-Trainer Ole Werner.

Richtet den Blick derzeit nur auf sein Team: Werder-Trainer Ole Werner. IMAGO/Oliver Ruhnke

Es war das erste von drei Topspielen für den SV Werder Bremen, das am Millerntor am Samstagnachmittag unentschieden endete - folgen noch die nächsten Partien gegen Nürnberg und auf Schalke. Handelte es sich dabei also um einen gelungenen Auftakt? Auch mit Blick auf die Tabelle? Ole Werner sah beides im maximal nüchternen Kontext: In einem Spiel bei einem Mitkonkurrenten holte seine Mannschaft nun mal einen Punkt, in der Tabelle bleibe man damit vor dem FC St. Pauli. "Es wird weiter eng bleiben", sagte Bremens Trainer. Und weiter: "Es geht von Spiel zu Spiel."

Schalke-Lauf? "Noch gar nicht mit beschäftigt"

Schon die nächste Aufgabe, "wo es vom Leistungsniveau" ähnlich zugehen werde, warte demnach am Ostersonntag gegen den 1. FC Nürnberg. Erst danach wird sich der Werder-Coach um die Schalker kümmern, die durch vier Siege in Folge nun in der Tabelle an Bremen vorbeigezogen sind. Noch habe sich der 33-Jährige mit dem jüngsten Lauf des neuen Tabellenführers jedoch "noch gar nicht beschäftigt", und so will er es vorerst auch weiterhin handhaben. Was links und rechts bei der Konkurrenz um die Aufstiegsplätze passiert, interessiert ihn bislang eher weniger: "Ich gucke nicht, ich rechne nicht, ich lese nichts", so Werner, "ich konzentriere mich auf meinen Job, auf die Dinge, die ich beeinflussen kann".

Am 32. Spieltag beginnt die "heiße Phase"

Ändern werde sich das erst nach jenen zwei Partien, nach dem 31. Spieltag. "Dann", betont Werner, "kommt drei Spiele vor Schluss der Moment, wo man sich in der Tabelle die Dinge anschauen muss". Er spricht dabei gern von der "heißen Phase", in der sich die Entscheidungen auch rechnerisch verfestigen können. "Bis dahin wollen wir eine gute Ausgangsposition haben. Eine, wo wir die Dinge selbst in der Hand haben." Doch vorerst soll die Tunnel-Perspektive weiterhin dabei helfen, um bei sich zu bleiben, sich nicht verrückt zu machen. "Die bestmögliche Ausgangssituation kriegst du nur, wenn du dich auf die einzelnen Spiele vorbereitest", sagt Werner.

Die Gegner an den letzten drei Spieltagen heißen dann: Holstein Kiel, Erzgebirge Aue, Jahn Regensburg. Schon jetzt weist der Werder-Coach jedoch explizit darauf hin, dass gerade "diese Spiele gegen die Mannschaften, die in der Tabelle nicht oben dabei sind", letztlich entscheidend sein können im Aufstiegskampf: "Wer da eben keine Federn lässt, kann sich vielleicht auch durchsetzen".

Tim Lüddecke, nik

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