2. Bundesliga

Ole Werner: "Haben kein stabiles Heimspiel geliefert"

Bremen führt Erfolgsserie fort

Werner: "Haben kein stabiles Heimspiel geliefert"

Mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Leistung seines Teams einverstanden: Werder-Coach Ole Werner.

Mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Leistung seines Teams einverstanden: Werder-Coach Ole Werner. IMAGO/Team 2

Werner wusste genau, dass es kein rundum gelungener Auftritt gewesen war. "Es ist nicht so, dass wir ein stabiles Heimspiel geliefert haben", meinte der Coach gegenüber "Sky", vielmehr habe die individuelle Qualität das Spiel entschieden. Der 33-Jährige monierte zu einfache Ballverluste, zu wenig Klarheit und fehlende Kompaktheit. Allerdings sei es keineswegs selbstverständlich, zu gewinnen, denn jeder könne jeden schlagen, und schließlich habe sein Team geliefert. Kurzum: Mit dem Ergebnis war Werner zufrieden, bei der Leistung gebe es "eine Menge Luft nach oben". Der Bremer Trainer sprach mit Blick auf die Tabelle von einer guten Ausgangsposition, man wolle "weiter vorne wegmarschieren".

Apropos Tabelle. Matchwinner Niclas Füllkrug wurde gefragt, ob ihn der Blick darauf zufrieden mache - und auch die Tatsache, Schalke und den HSV distanziert zu haben. "Da schaue ich immer noch nicht drauf, ich schau‘ auf uns", meinte der Angreifer, der mit seinem Doppelpack zum 2:1-Erfolg sein Torkonto auf nunmehr 13 Treffer aufgestockt hat.

Trotzdem steht man da auf dem Platz und ist sich relativ sicher, zurückzukommen.

Niclas Füllkrug

Der Routinier ordnete den Auftritt seines Teams ähnlich wie sein Trainer ein: "Vom Spiel her geht mehr, das müssen wir klarer gestalten", zeigte sich der Angreifer selbstkritisch. "Wir wurden ja geweckt durch ein Eckball-Gegentor in der 2. Minute. Das darf uns nicht passieren." Dass das Selbstbewusstsein durch die Erfolgsserie unter Werner - in zehn Spielen unter dessen Regie sammelten die Grün-Weißen 28 Zähler - gewachsen ist, verdeutlicht Füllkrugs Nachsatz: "Trotzdem steht man da auf dem Platz und ist sich relativ sicher, zurückzukommen."

Füllkrug ist natürlich klar, dass das Rennen um den Aufstieg längst noch nicht entschieden ist. "Es gibt viele Mannschaften, die oben souverän punkten", weiß der 29-Jährige. Aber auch: "Gut, dass wir im Moment dazu gehören."

jch