DFB-Pokal

Werder: Käuper-Verletzung trübt die Stimmung

Kohfeldt: "Wir waren auf den Punkt genau da"

Werder: Käuper-Verletzung trübt die Stimmung

Souveräne Vorstellung: Der SV Werder Bremen zog bei Wormatia Worms locker in die nächste Runde ein.

Souveräne Vorstellung: Der SV Werder Bremen zog bei Wormatia Worms locker in die nächste Runde ein. Getty Images

2011 in Heidenheim, 2012 bei Preußen Münster, 2013 in Saarbrücken sowie 2016 bei den Sportfreunden Lotte: Die 1. Runde des DFB-Pokals hielt in den vergangenen Jahren immer wieder Stolpersteine für Bremen bereit. In Worms setzten sich die Hanseaten jedoch dank eines spielerisch durchweg überzeugenden Auftritts mit 6:1 locker durch. "Wir waren heute auf den Punkt genau da und haben das sehr souverän über die Bühne gebracht", wird Trainer Florian Kohfeldt auf dem Twitter-Kanal des Vereins zitiert.

Yuya Osako eröffnete den Torreigen mit seinem ersten Treffer im ersten Pflichtspiel bereits nach neun Minuten. "Das frühe Tor war der Dosenöffner im Spiel und hat es für uns leichter gemacht", freute sich Maximilian Eggestein über die frühe Führung. "Wir haben das dann fußballerisch sehr gut gelöst." Noch vor der Pause schraubten Florian Kainz (21.), Philipp Bargfrede (31.), Max Kruse (41.) und Maximilian Eggestein (45.+1) das Ergebnis in die Höhe. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte der eingewechselte Johannes Eggenstein mit seinem ersten Profi-Tor im zehnten Einsatz (79.).

Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir keine Pokalsensation zulassen werden.

Bremens Kapitän Max Kruse

"Die Spannung war immer da", lobte Kohfeldt. "Wir waren von Anfang an voll fokussiert. Die Staffelung, das Zuordnen, das Gegenpressing sowie immer wieder das Kreieren von Chancen haben mir gut gefallen." Speziell die Offensive um Neu-Kapitän Kruse und Kainz lieferte eine überzeugende Vorstellung ab, im Mittelfeld feierte Neuzugang Davy Klaasen (Ajax) ein starkes Debüt. "Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir weiterkommen wollen und keine Pokalsensation zulassen werden", analysierte Kruse.

Claudio Pizarro

Rückkehrer: Oldie Claudio Pizarro wurde in Worms in der Schlussphase eingewechselt. Getty Images

Die Stimmung war nach dem gelungenen Auftakt natürlich gut im Lager der Werderaner - da passte das Comeback von Claudio Pizarro gut ins Bild. Der 39-Jährige wurde in der Schlussphase für den verletzten Käuper eingewechselt. Für den Angreifer, dem in 271 Einsätzen für Bremen bislang 144 Tore glückten, ist es bereits das fünfte Engagement an der Weser. Kurz vor dem Ende wäre dem Peruaner beinahe noch ein Treffer geglückt - doch dieser blieb ihm verwehrt.

Kohfeldt über Käupers schwere Verletzung: "Sah nicht gut aus"

Die schwere Verletzung Käupers trübte die positive Stimmung jedoch ein wenig. Der 21-Jährige wurde nur Minuten nach seiner Einwechslung von Gegenspieler Jan-Lucas Dorow rüde am Knöchel getroffen und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz gebracht werden. Nach Spielende ging das Eigengewächs auf Krücken, eine genaue Diagnose steht noch aus. "Das sah leider nicht gut aus und tut mir leid für den Jungen", konnte sich Kohfeldt gar nicht wirklich über den Sieg freuen. Käuper hatte sich nach mehrmonatiger Verletzungspause gerade erst wieder zurückgekämpft und war als Back-up für Sechser Philipp Bargfrede eingeplant gewesen. In Bremen soll Käuper nun genauer untersucht werden.

Davon abgesehen war es für alle Grün-Weißen jedoch ein rundum gelungener Nachmittag. Nun geht es für Werder darum, die positive Stimmung in den Bundesliga-Auftakt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 mitzunehmen. "Bei allem Respekt, aber das heute war kein Gradmesser für die Saison", räumte Kohfeldt ein. Richtig ernst wird es dann am nächsten Wochenende - ein gelungener Start war es für Werder aber allemal.

jly/me

Spieltagsbilder 1. Runde 2018/19