Bundesliga

Werder holt auch unter Nouri keine Punkte

Schmidts Systemumstellung fruchtet

Werder holt auch unter Nouri keine Punkte

Werders Interimscoach Alexander Nouri richtete direkt nach dem Spiel auf dem Rasen einige Worte an seine Spieler.

Werders Interimscoach Alexander Nouri richtete direkt nach dem Spiel auf dem Rasen einige Worte an seine Spieler. imago

Es begann alles so, wie es sich Nouri & Co. vorgestellt hatten. Werder spielte mutig nach vorne und setzte Mainz früh unter Druck. Der Lohn: Das 1:0 durch Izet Hajrovic. "Erst einmal muss ich sagen, dass wir sehr mutig aufgetreten sind", sagte Werders Interimscoach am Mikrofon von "Sky". "Jeder hat gesehen, dass wir wollten und alles gegeben haben."

In der Folge verwaltete der SVW das Ergebnis, doch im Laufe der zweiten Hälfte wurde der Mainzer Druck immer größer. Die Gäste hatten etliche gute Chancen, die größte davon vergab Jhon Cordoba. Im direkt folgenden Angriff hatte Hajrovic die Chance auf seinen zweiten Treffer, scheiterte aber an Keeper Jonas Lössl. "Ich muss bei meiner zweiten Chancen das Ding rein machen", wusste der Torschütze. "Kurz vor Schluss kriegen wir zwei Gegentore. Eigentlich ist es in dieser Situation völlig normal, dass wir zwei dumme Tore bekommen."

Spielersteckbrief Hajrovic
Hajrovic

Hajrovic Izet

Trainersteckbrief Nouri
Nouri

Nouri Alexander

Trainersteckbrief Schmidt
Schmidt

Schmidt Martin

Werder Bremen - Vereinsdaten
Werder Bremen

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten
1. FSV Mainz 05

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Nouri wohl auch am Samstag Trainer

Die Treffer, die Hajrovic anspricht, besorgten Malli (87.) und De Blasis (90.+2) kurz vor dem Ende. "So bitter ist Fußball", sagt Nouri, der im Übrigen sehr gute Chancen hat, auch am Samstag (18.30 Uhr) gegen Wolfsburg auf der Trainerbank zu sitzen. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass er am Samstag noch hier ist", bestätigte auch Geschäftsführer Frank Baumann. "Wir werden uns nochmal sehr intensiv und umfassend mit möglichen Kandidaten auseinander setzen, dass ist auch so mit dem Alex besprochen."

Spielbericht

Der Trainer, der kurz vor Schluss auf die Tribüne geschickt wurde ("Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Ich habe nur versucht, meine Mannschaft nach vorne zu peitschen"), macht sich indes weniger Gedanken um seine Person. "Ich bin froh und dankbar, dass die Mannschaft alles versucht hat und die Fans uns unterstützt haben. Ich bin nicht so wichtig", so Nouri.

"Davon lebt ein Team das ganze Jahr"

Unter'm Strich steht für Werder der schlechteste Bundesliga-Start der Geschichte, und Mainz holt einen ganz wichtigen Dreier für die Moral. "Wenn du so ein Spiel drehst wie heute, davon lebt ein Team das ganze Jahr", sagte FSV-Coach Martin Schmidt. "In der 85. Minute habe ich schon gedacht, jetzt muss ich reingehen und vom besten Spiel reden, das wir trotzdem verloren haben. Aber es kam doch anders."

Schmidts Systemumstellung fruchtet

Und dass es noch zum Dreier reichte, lag auch an den mutigen Wechseln des Trainers. Torschütze De Blasis war bereits im Spiel, nach 75 Minuten brachte der Coach Yoshinori Muto für Innenverteidiger Niko Bungert. "Meine Idee war auf 3-5-2 umzustellen und ich glaube, das war schlussendlich auch spielentscheidend", sagte der Trainer. "Diese Saison haben wir schon alles durchgemacht."

Die 05er stehen nun mit sieben Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und dürfen von einem guten Saisonstart reden. "Dass wir am Ende in den letzten Minuten noch zwei Tore machen, das zeigt die Mentalität von uns", so Torschütze Malli.

mst

Bilder zur Partie Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05