2. Bundesliga

Werder erleidet nächsten Rückschlag - Club bleibt auch beim HSV ungeschlagen

2. Bundesliga, 8. Spieltag: Regensburg macht's spannend - Torgarant Terodde

Werder erleidet nächsten Rückschlag - Club bleibt auch beim HSV ungeschlagen

Geknickt: Ilia Gruev und der SV Werder Bremen.

Geknickt: Ilia Gruev und der SV Werder Bremen. Getty Images

Der 1. FC Nürnberg ist auch nach dem 2:2 im Topspiel beim Hamburger SV am Sonntag das einzige ungeschlagene Team der 2. Bundesliga. Beide Mannschaften verpassten dadurch aber den Sprung auf den Relegationsplatz. Kapitän Valentini per Foulelfmeter (22.) und Tempelmann beim Blitzstart in die zweite Hälfte (46.) brachten Nürnberg zweimal in Führung. Doch Glatzel schlug mit seinen Treffern Nummer vier und fünf jeweils zurück (34./80.) und belohnte die intensiven Bemühungen des HSV. 

Den nächsten Dämpfer erlitt derweil Werder Bremen. Nach dem 0:2 gegen den HSV am vergangenen Wochenende verlor der SVW in Dresden sogar 0:3. Dadurch fielen die Bremer auf den zehnten Tabellenplatz zurück und mussten den zuletzt dreimal sieglosen Aufsteiger vorbeiziehen lassen. Daferner (40./66.) und Schröter (75.) erzielten die Dynamo-Tore.

2. Bundesliga - 8. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Jahn Regensburg Jahn Regensburg
17
2
FC St. Pauli FC St. Pauli
16
3
1. FC Heidenheim 1. FC Heidenheim
15
2. Bundesliga - Torjäger 2021/22
FC Schalke 04 Terodde Simon
10
FC St. Pauli Burgstaller Guido
6
SC Paderborn 07 Michel Sven
6
2. Bundesliga - Scorer 2021/22
FC Schalke 04 Terodde Simon
12
FC St. Pauli Burgstaller Guido
8
FC St. Pauli Kyereh Daniel-Kofi
8

Einen Befreiungsschlag landete der SV Sandhausen beim Debüt von Trainer-Rückkehrer Alois Schwartz. Die Kurpfälzer gewannen beim zuletzt wiedererstarkten Hannover 96 überraschend mit 2:1. Höhn (73.) und Keita-Ruel (79.) trafen für den SVS, für 96 war Kaiser (82.) erfolgreich.

Schalke und die eiskalt erfüllte Siegpflicht

Bereits drei Niederlagen stehen für Bundesliga-Absteiger Schalke zu Buche, das jüngste 1:2 gegen Karlsruhe war der nächste Tiefschlag gewesen. Am späten Samstagabend bei Aufsteiger Hansa Rostock fanden die Knappen aber wieder zurück in die Erfolgsspur - was allen voran an zwei Dingen lag: Einerseits vergab die anfangs dominante Kogge zu viele Chancen im Strafraum des neuen S04-Keepers Fraisl, zum anderen konnte sich Gelsenkirchen mal wieder auf "Mister Zuverlässig" verlassen. Terodde stand zweimal goldrichtig, traf beim 1:0 aus dem Nichts (42.), sowie beim 2:0 nach toller Vorarbeit von Aydin - und näherte sich zugleich dem alleinigen Zweitliga-Rekord an.

Burgstaller mal wieder mittendrin

Hamburger Jubel nach der Schlüsselszene

Jubel nach der Schlüsselszene: Burgstaller verwandelte den Elfmeter zum 2:0 für St. Pauli. imago images/Eibner

Ins Spitzenspiel am Samstag starteten sowohl Karlsruhe als auch St. Pauli unverändert. Nach ausgeglichener Anfangsphase flankte Dittgen von links in die Mitte, Gersbeck beförderte das Leder mit dem rechten Arm ins eigene Tor (13.) - ein Total-Blackout des KSC-Keepers, der allerdings in der 21. Minute eine Großchance von Burgstaller zunichte machte. Kurz vor der Pause kam Kyereh im Laufduell mit Breithaupt im Strafraum zu Fall, Referee Winter zeigte auf den Punkt. Burgstaller waren die folgenden Diskussionen egal, er traf zum 2:0 für die Kiez-Kicker. Der KSC machte nochmal Druck, doch Hofmann scheiterte per Kopf gleich zweimal an starken Keeper Vasilj - und St. Pauli zeigte sich gnadenlos. Nach einem Konter traf Kyereh zum 3:0 (58.), damit war die Partie entschieden, auch wenn Joker Schleusener in der 79. Minute noch einmal verkürzte. St. Pauli klettert damit bis auf Tabellenplatz zwei.

Collins' Bärendienst: Interimscoach Bremser siegt in Paderborn

In Paderborn saß nach Ole Werners Abschied Interimscoach Dirk Bremser auf der Kieler Bank. Nach dicken Chancen von Justvan auf der einen und KSV-Angreifer Reese auf der anderen Seite ließ sich der bereits verwarnte Collins im Strafraum fallen, die offensichtliche Schwalbe hatte die Ampelkarte zur Konsequenz - der SCP musste ab der 28. Minute zu zehnt spielen. Dennoch ging Paderborn in Front, Michel zog mit links aus der Distanz ab und traf zur Führung für die Hausherren, gleichzeitig der Pausenstand. Ein von Heuer abgefälschter Porath-Schuss stellte jedoch den Ausgleich her - 1:1, 51. Minute. Der eingewechselte Skrzybski hatte dann Pech, sein Versuch landete am Pfosten (74.), dafür traf aber der eingewechselte Mees nach einer Ecke zum 2:1 (78.). Die dezimierten Paderborner fanden danach nicht mehr zurück, Kiel brachte dem Primus eine Niederlage bei.

Kastenmeiers Platzverweis kommt für den FCI zu spät

Aufsteiger Ingolstadt und Düsseldorf taten sich in Hälfte eins kaum weh. Erst kurz vor der Pause kam einmal Aufregung auf, als Keeper Kastenmeier Schmidts Schuss parierte (42.). In der 57. Minute kassierte der FCI aber sein 19. Gegentor in dieser Saison, Hofmann köpfte nach einer Freistoßflanke aus elf Metern ein. Ingolstadt steckte zwar nicht auf, doch ein "Strich" von Zimmermann machte die Hoffnungen in der 74. Minute zunichte. Zwar sah Keeper Kastenmeier nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums in der 84. Minute die Rote Karte und Ingolstadt verkürzte in der Nachspielzeit per Elfmeter von Kaya auf 1:2, doch kurz darauf war Schluss. Der FCI bleibt bei vier Punkten auf dem vorletzten Platz hängen, Düsseldorf hat nun sieben Punkte aus drei Spielen geholt.

Aue krönt Aufholjagd nicht - Regensburg macht stark weiter

Jahn Regensburg

Regensburg durfte spät einen Dreier gegen Aue und die Tabellenführung feiern. imago images/Sascha Janne

Obwohl Aleksey Shpilevski zuletzt das Vertrauen ausgesprochen worden war, wurde kurzerhand Marc Hensel im Erzgebirge installiert. Doch auch mit dem neuen Trainer kam das noch ohne Sieg dastehende Aue am Freitag bei Überraschungsklub Jahn Regensburg anfangs nicht in Tritt. Nach Toren von Beste (7.) und Besuschkow (11.) stand es auch aufgrund schlechten Abwehrverhaltens früh 0:2. Doch die Sachsen gaben sich nicht auf, zeigten sich vor allem im zweiten Abschnitt mutig - und kamen in der Tat durch Kühn (52.) und Bussmann (87.) eindrucksvoll zurück. Der Punkt war zum Greifen nah, wurde dem FC Erzgebirge aber doch noch entrissen. Warum? Weil Jahn-Profi Albers in der Schlussminute der regulären Spielzeit noch das lautstark gefeierte 3:2 schoss. Damit gelang der Sprung zurück auf Rang 1.

Was der Freitag noch zu bieten hatte: Der 1. FC Heidenheim und Darmstadt 98 standen sich gegenüber - und für beide Klubs war die Prämisse dieselbe ... Mit einem Dreier konnte oben der Kontakt gehalten werden, mit einer Niederlage wäre vorübergehend das graue Mittelfeld angesagt. Der lachende Sieger war am Ende der FCH, der mit dem erst in der 84. Minute erreichten 2:1 den dritten Dreier am Stück einsackte. Während der Elf von Kult-Coach Frank Schmidt damit vorübergehend der Sprung auf Platz 2 gelang, blieb der SV98 stecken.

mag/las/cfl

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