2. Bundesliga

2: Bundesliga: Wer sind eigentlich die Aufstiegs-Favoriten?

Der HSV - und wer noch?

Wer sind eigentlich die Aufstiegs-Favoriten?

Wer macht das Rennen um den Aufstieg? Bielefelds Fabian Klos und Hamburgs Sonny Kittel rechnen sich Chancen aus.

Wer macht das Rennen um den Aufstieg? Bielefelds Fabian Klos und Hamburgs Sonny Kittel rechnen sich Chancen aus. imago images

Die angerosteten Yachten sind weg, die Schlauchboote fast unter sich. So würde es Bielefelds Sport-Geschäftsführer Samir Arabi vielleicht ausdrücken. Nachdem die beiden nationalen Schwergewichte aus Bremen und Gelsenkirchen mit finanziell überlegenen Möglichkeiten den direkten Wiederaufstieg realisiert haben, erscheint das Rennen um die Spitzenplätze der kommenden Zweitliga-Saison auf dem Papier deutlich offener.

Zumal bei einigen Aufstiegsanwärtern aus der vergangenen Saison vieles darauf hindeutet, dass sie ihr starkes Ergebnis aus der Vorsaison nicht werden wiederholen können. Sowohl Darmstadt 98 (Vierter der Vorsaison) als auch der FC St. Pauli (Fünfter) und der 1. FC Heidenheim (Sechster) mussten den Abgang wichtiger Leistungsträger hinnehmen und müssen sich eher Richtung Mittelfeld orientieren. Wer bleibt da an klaren Favoriten überhaupt noch übrig?

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Die erste und einfachste Antwort: der Hamburger SV. Mal wieder. Der einstige Bundesliga-Dino geht in seine mittlerweile fünfte Zweitliga-Saison, wohl selten war die Favoritenrolle - in Abstinenz anderer Schwergewichte wie Köln, Stuttgart oder Schalke - im Vorfeld derart stark ausgeprägt. Entsprechend gestaltet sich demnach auch die Fallhöhe. Nur der Aufstieg zählt in Hamburg. Und vieles spricht dafür: Der Kader wurde durch Verpflichtungen wie Laszlo Benes und Ransford-Yeboah Königsdörffer qualitativ aufgewertet, fast alle Stammspieler wurden gehalten. Größte Gefahr könnten die Machtkämpfe in der Vereinsführung sein.

Die härtesten Widersacher kommen wohl aus der Bundesliga - aber auch aus dem Mittelfeld der vergangenen Saison. Der 1. FC Nürnberg will nach Rang acht im Vorjahr wieder ins Oberhaus, finanziell ist der neunte Aufstieg fast schon ein Muss. Sportlich sollte das Vorhaben zumindest machbar sein: Seit der Übernahme von Trainer Robert Klauß 2020 hat sich die Mannschaft ablesbar weiterentwickelt, das blitzschnelle Umschalten gilt als große Stärke des Teams. Abgestellt werden muss die Abschlussschwäche der vergangenen Saison. Dafür sollen die Neuzugänge Christoph Daferner, Kwadwo Duah und Manuel Wintzheimer sorgen.

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Noch weiter hinten landete in der abgelaufenen Saison Hannover 96. Nach einem enttäuschenden elften Platz wurde im Sommer ein großer, aber auch ambitionierter Umbruch vorangetrieben. Neben einigen erprobten Spielern wie Louis Schaub, Fabian Kunze oder Havard Nielsen liegen die Hoffnungen vor allem auf Stefan Leitl. Der aus Fürth gekommene Trainer hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er weiß, wie man Erfolg in der 2. Liga haben kann. Während das Zusammenwachsen der teils neu formierten Elf mitsamt neuem Coach noch andauern kann, taugt die Qualität des Teams, um im Kampf um den Aufstieg mitzureden.

Auch wenn die Bundesliga-Absteiger in dieser Saison nicht ganz so übermächtig daherkommen wie oftmals in der jüngeren Vergangenheit: Vor allem Arminia Bielefeld sollte ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden können. Zwar war die Liste der Abgänge nach dem Abstieg lang und mit Stefan Ortega Moreno, Amos Pieper oder Patrick Wimmer durchaus prominent besetzt. Doch gerade die Offensive um Fabian Klos und Janni Serra sollte nach wie vor gut genug für eine Spitzenplatzierung sein. Abzuwarten bleibt, wie sich der neue Trainer Uli Forte in der 2. Liga zurechtfindet.

Noch mehr Wundertüte ist Bielefelds Mitabsteiger, die SpVgg Greuther Fürth. Nach dem Abstieg war der Aderlass erneut groß, von der einstigen Aufstiegsmannschaft ist fast nichts mehr übrig. Ein solider Mittelfeldrang dürfte daher wahrscheinlicher sein als der große Wurf, Außenseiterchancen haben die Franken dennoch. Ebenso wie Fortuna Düsseldorf, das in der Vorsaison nach dem Trainerwechsel zu Daniel Thioune eine beispiellose Erfolgsserie hinlegte, und Holstein Kiel, das auf eine eingespielte Mannschaft und einen in der Breite gut aufgestellten Kader setzt.

mib

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