DFB-Pokal

Wer hat Angst vor den "Wölfen"?

Fünftligist Victoria Hamburg fordert Wolfsburg heraus

Wer hat Angst vor den "Wölfen"?

Jäger oder Beute? Victoria Hamburg muss mit Rahn, Stilz und Theißen gegen Diego, Dzeko & Co. ran.

Jäger oder Beute? Victoria Hamburg muss mit Rahn, Stilz und Theißen gegen Diego, Dzeko & Co. ran. imago

Angst vor den "Wölfen"? Nein - das suggeriert zumindest das Video des SC Victoria Hamburg, das es auf einem großen Internetportal zu sehen gibt. In einem kurzen Beitrag sieht man Nachwuchskicker des Vereins, wie sie vor einem Wolfsgehege lauthals brüllen: "Ihr könnt nach Hause fahren!" Der kurze Einspieler trägt den Titel: "Kleine Hamburger ärgern die Wölfe". Und das dürfte zugleich das Motto für Dienstagabend sein, wenn am Millerntor um 19 Uhr angepfiffen wird. Humor bewiesen die Niedersachsen im Vorfeld ebenfalls, die ihr eigenes Video produzierten. In der Karikatur des Originals lässt ein wie Coach Steve McClaren gekleideter Mann die Wölfe getreu dem Motto "Die Jagd beginnt!" aus dem Gehege frei.

DFB-Pokal 2010/11

Für genug Gesprächsstoff ist also bereits gesorgt. Sportlich hat sich Victoria Hamburg durch einen 1:0-Erfolg in der ersten Runde gegen Oberhausen qualifiziert. Nach vier Heimniederlagen in der Oberliga Hamburg hofft Trainer Bert Ehm auf den Effekt des Ausweichstadions am Millerntor. Dabei kann er auf Routinier Roger Stilz zurückgreifen, der in der Liga gesperrt ist. Der gebürtige Schweizer kennt sich mit der Bundesliga übrigens bestens aus. Für "Die Welt" schreibt er über den HSV und St. Pauli.

Bezug zum Profifußball haben auch zwei weitere Spieler im Kader des Traditionsvereins, der zuletzt viermal in Serie Hamburger Meister wurde, aber auf den Aufstieg aus finanziellen Gründen verzichtete. Stephan Rahn (28) ist der Bruder von Ex-Nationalspieler Christian Rahn, und Jasmin Bajramovic (30) von Frankfurts Zlatan.

"Eigentlich haben wir keine Chance", bleibt Coach Ehm trotz des Säbelrasselns im Vorfeld aber Realist. Wenn sich aber doch eine bietet, werden die "Wölfe" geärgert. Stellt sich also die Frage: Jäger oder Beute?