3. Liga

Hansa Rostocks Löhmannsröben will Aufstiegsplatz nicht mehr hergeben

Rostocks Löhmannsröben äußert deutliche Worte zur Aufstiegsfrage

"Wenn wir das Ding jetzt nicht ziehen, sind wir selber doof"

Will oben bleiben: Hansa Rostocks Jan Löhmannsröben.

Will oben bleiben: Hansa Rostocks Jan Löhmannsröben. imago images

Zahlreiche Chancen gab es in der ersten Hälfte zwischen Bayern II und Hansa Rostock nicht zu bestaunen. Vielmehr ging es über den Kampf, den beide Teams annahmen. Passend dazu sagte Rostocks Mittelfeldmann Jan Löhmannsröben bei "MagentaSport": "Ich glaube, ich habe heute dreimal den Tod auf dem Platz gesehen, weil wir so viel gerannt sind." Das allein reichte der Kogge aber nicht zur Weißen Weste. Torhüter Markus Kolke, der mehrmals glänzend parierte, hatte einen nicht zu unterschätzenden Anteil.

Im Stile eines Spitzenteams ging Rostock zudem kurz vor der Pause in Führung, dem 1:0 von Angreifer John Verhoek (45.) ging wiederum ein Patzer vom Münchner Keeper Ron-Thorben Hoffmann voraus, der niederländische Stürmer Hansas musste nur noch ins leere Tor einschieben.

Demütiger Härtel will "einfach dranbleiben"

Da auch die zweite Hälfte ähnlich verlief und Sarpreet Singh für Bayern II kurz nach Wiederanpfiff die Latte traf, wusste Rostocks Trainer Jens Härtel: Neben einem stark aufgelegten Kapitän Kolke im Tor "hatten wir Glück". Kein Wunder, dass der Coach nach dem 1:0-Erfolg am Ende von einem Arbeitssieg sprach. "Aber das ist in dieser Phase so. Richtig brillant spielt von denen, die oben stehen, niemand. Wir müssen einfach dranbleiben."

Ähnlich sah es Löhmannsröben, der nach dem intensiven Spiel froh war, noch reden zu können. Zwar habe Rostock letztlich wieder einmal "ein 1:0 über die Zeit gerettet", doch nach der Niederlage im Ostduell gegen Magdeburg (0:2) sei ein "sehr, sehr wichtiger" Sieg gelungen, bei dem die Kogge wieder ihr echtes Gesicht gezeigt habe.

Den vorübergehenden Platz an der Sonne bezeichnete der Mittelfeldmotor als psychologisch wichtig, um "Druck auf die anderen auszuüben". Während sein Trainer die Tabellenführung für "im Moment noch nicht so richtig wichtig" hielt, äußerte sich Löhmannsröben zudem klar: "Ja, leck mich am Arsch, wenn wir das Ding jetzt nicht ziehen, sind wir selber doof. Aber wir müssen genauso weiterarbeiten."

Am besten schon in der kommenden englischen Woche, wenn am Dienstag das Gastspiel in Zwickau (19 Uhr, LIVE! bei kicker) wartet. Der bisherige Spitzenreiter Dresden - neben Ingolstadt größter Konkurrent in Sachen Aufstieg für die Kogge - wird hingegen aufgrund von Corona-Fällen im Team auch dann passen müssen.

mje