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"Wenn ich kein FIFA spielen würde, wäre ich wohl Müllmann"

Plan B von Starspieler 'Tekkz'

"Wenn ich kein FIFA spielen würde, wäre ich wohl Müllmann"

Donovan 'Tekkz' Hunt ist einer der bekanntesten FIFA-Profis international.

Donovan 'Tekkz' Hunt ist einer der bekanntesten FIFA-Profis international. Fnatic

Zwei Jahre Stagnation in der eSport-Szene von FIFA bereiten so manch einem Profi Sorgen. Denn wenn Turniere links und rechts ausfallen, schwinden damit nicht nur die Preisgelder, es weckt auch die Skepsis der involvierten Vereine.

Oder wie es Donovan 'Tekkz' Hunt formuliert: "Wenn EA keine Turniere veranstaltet, habe ich keinen Job mehr." Sogar der Posterboy der Szene glaubt, dass es nicht gut um diese steht - das Potenzial sei aber vorhanden, wie beispielsweise der Eligella XMAX Cup gezeigt hätte.

Galgenhumor vom FIFA-Star

Dennoch lautet der Plan von Hunt: Warten. Als FIFA-Profi müsse man sich auf EA verlassen und auf Besserung hoffen. Mit dieser Einschätzung steht er nicht alleine da. Gerade vor dem Hintergrund der schwächelnden Konkurrenz bleibt aufstrebenden FIFA-Spielern meist keine andere Wahl, wenn sie eSportler bleiben wollen.

'Tekkz' harrt vorerst zumindest aus. Dank seines Vertrages bei Fnatic und vergangener Turniererfolge kann er sich das leisten. Zudem schätzt er seine sonstigen Perspektiven nicht allzu rosig ein. "Ich bin nicht so schlau. Wenn ich kein FIFA spielen würde, wäre ich wohl Müllmann", scherzt der Engländer.

Trotz seines noch recht jungen Alters, 19 Jahre, kommt ein Studium für Hunt aktuell nicht infrage. Angesprochen auf einen derartigen Alternativplan sagte er etwas überspitzt: "Ich hasse Bildung."

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Konträr zu 'Tekkz' positionieren sich etwa Mustafa 'xMusti19' Cankal vom FC St. Pauli und Umut 'Umut' Gültekin von RB Leipzig. Beide hoffen zwar ebenfalls auf einen Aufschwung in der Szene, haben aber zumindest einen Plan B in der Hinterhand.

Cankal kann bereits auf eine Ausbildung als Kaufmann in Einzelhandel zurückgreifen. Gültekin spielt indes mit den Gedanken eines Sportmanagement-Studiums. Das könne er sich perspektivisch ohnehin vorstellen.

Christian Mittweg

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