2. Bundesliga

Wellingtons Kampf gegen die Vergangenheit

Düsseldorf: Trainer Meier hat Idealformation noch nicht gefunden

Wellingtons Kampf gegen die Vergangenheit

Traumtor gegen Hertha: der Ex-Hoffenheimer Wellington.

Traumtor gegen Hertha: der Ex-Hoffenheimer Wellington. imago

Immerhin, aufgrund der geringen Fehlerquote und seiner Autorität hat sich Abwehrchef Jens Langeneke als feste Größe empfohlen. Auch Torwart Michael Ratajczak hielt solide und dürfte den knappen Vorsprung vor Konkurrent Michael Melka verteidigt haben. In der Abwehr strahlten weder Christian Weber noch Tiago, Assani Lukimya oder Johannes van den Bergh durch- gängig Souveränität aus. Spielmacher Marco Christ lag gegen Hertha BSC völlig neben der Spur, seine Nebenmänner Claus Costa, Andreas Lambertz und Patrick Zoundi geben sich läuferisch keine Blöße, haben aber den Weg zum Tor noch nicht gefunden. Ein Grund, warum es auch in der Spitze noch nicht läuft. Sandor Torghelle traf in den Tests nach Belieben, in den Pflichtspielen blieb er weitgehend blass. Licht und Schatten wechseln sich bei Ranisav Jovanovic ab, vergangene Saison der Idealpartner von Martin Harnik, der nach Stuttgart wechselte. Vielleicht richtet es ja Wellington. Mit seinem Traumtor gegen Hertha, dem bislang einzigen Treffer der Düsseldorfer, habe der selbstkritische Brasilianer einen Schritt nach vorne getan, sagt Trainer Norbert Meier: "Wellington hat sehr viel gearbeitet. Ich glaube, er kommt langsam. Der Treffer zum 1:2 ist gut für Psyche und Selbstvertrauen." Obwohl der Stürmer erst 22 Jahre alt ist, holt ihn die Vergangenheit immer wieder ein. Mehr als vier Millionen Euro überwies Bundesligist Hoffenheim 2008 nach Brasilien, an den Sport Club Internacional Porto Alegre. Eine Summe, die zu einer großen Bürde geworden ist. Wolfgang Schmitz