Bundesliga

DFL-Investor: Welcher Klub stimmt wie ab? Tendenz ersichtlich

Umfrage zum DFL-Investor am Montag

Welcher Klub stimmt wie ab? Es gibt eine Tendenz - und ein Aber

Im Fokus: Die Abstimmung der DFL-Klubs am Montag in der Mitgliederversammlung.

Im Fokus: Die Abstimmung der DFL-Klubs am Montag in der Mitgliederversammlung. picture alliance / Peter Boehmer

Dabei zeichnet sich zwar eine Tendenz ab, die jedoch mit einem "Aber" zu versehen ist. Die Mehrheit der Klubs, die sich äußerten respektive bereits eine Entscheidung gefällt haben, scheint den Plan zu bejahen.

Dieser sieht vor, einen Investor für 900 Millionen bis 1 Milliarde Euro mit bis zu acht Prozent für 20 Jahre an einer Liga-Tochter zu beteiligen, in die die Medienrechte ausgelagert werden. Allerdings hatte auch im Sommer eine Mehrheit mit "Ja" votiert. Dennoch kam es nicht zu finalen Gesprächen, weil die DFL-Satzung für derart tiefgreifende Entscheidungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit verlangt.

Aktuell plädieren 15 Klubs (Stuttgart, Hoffenheim, Leverkusen, Leipzig, Heidenheim, Wolfsburg, FC Bayern, BVB, Bremen, Frankfurt, Gladbach, Paderborn, Hannover, Fürth, Schalke) für einen Partner. Branchenprimus FC Bayern hatte im Sommer unter anderen Vorzeichen für den Einstieg eines strategischen Partners votiert und sich nun auch wieder entsprechend positioniert. 

    Es hätte auch mehr sein dürfen

    Dafür darf man mit Spannung nach Hannover blicken, wo der Streit zwischen e.V. und Martin Kind mehr oder minder offen schwelt. Kind, Geschäftsführer der Lizenzgesellschaft, gab von der Liga extra für Klubgremien Mitte November zusammengestellte Infopapiere zunächst nicht weiter. Erst auf Drängen der e.V.-Vertreter stellte die KGaA diese an diesem Montag zu Verfügung. Suboptimal und nicht im Sinne der Liga, die sich größtmögliche Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat.

    Unter den Befürwortern äußern sich unter anderem Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann und Stephan Schippers, Finanzgeschäftsführer von Borussia Mönchengladbach offensiv. Wie Hellmann hätte auch Wolfsburg-Geschäftsführer Michael Meeske einen größeren Deal bevorzugt: "Unserer Einschätzung nach hätten sowohl die Einbindung des Partners als auch das Investment noch umfassender sein können, unabhängig davon werden wir aber auch in der aktuellen Version mit Ja stimmen."

    Thema
    Die Liga und der "strategische Partner"

    Die Diskussion um einen DFL-Investor

    zum Thema
    • Für Investitionen u.a. in Digitalisierung wollte die DFL-Führung Kapital von einen Investor einholen.
    • Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit wurde bei der geheimen Abstimmung auf die Stimme genau erreicht.
    • Nach einer außerordentlichen Sitzung hat die DFL beschlossen, den Partnerprozess nicht weiterzuführen. 

    Ein Nein aus Freiburg und Köln 

    Jenes umfangreichere Paket scheiterte bekanntlich im Mai, damals hatten elf Klubs mit "Nein" gestimmt, zudem sich ein Quintett enthalten. Und diesmal? Sowohl der 1. FC Köln als auch der SC Freiburg haben bislang öffentlich erklärt, dagegen zu sein. Der VfL Osnabrück wird sich enthalten, was mit Blick auf die Entscheidung einem "Nein" gleichzusetzen ist, weil unabhängig von nicht abgegebenen Voten 24 Ja-Stimmen nötig sind. Zudem gilt der FC St. Pauli als Gegner, allerdings hat sich der Zweitliga-Spitzenreiter noch nicht offiziell geäußert. Union Berlin wird, nachdem man im Mai noch für einen Investor gestimmt hatte, am Montag dagegen votieren.

    Insgesamt 13 Vereine (Bochum, Darmstadt, Rostock, Nürnberg, Kiel, Wehen Wiesbaden, HSV, Braunschweig, Kaiserslautern, Elversberg, Magdeburg, Hertha BSC, St. Pauli) machten keine Angabe.

    Ein Quartett (Mainz, Augsburg, Düsseldorf, KSC) ließ wissen, dass noch Gremiengespräche ausstünden und entsprechend keine Entscheidung gefallen sei. Die aktuelle Tendenz zum "Ja" ist also angesichts der vielen Unklarheiten brüchig.

    Benni Hofmann

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