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Weiter Herren-Tennis in China geplant - Medvedev: "Mal sehen, wie es weitergeht"

ATP zieht im Fall Peng Shuai noch keine Konseqenzen

Weiter Herren-Tennis in China geplant - Medvedev: "Mal sehen, wie es weitergeht"

ATP-Vorsitzender Andrea Gaudenzi, hier zwischen Alex Zverev und Daniil Medvedev nach den ATP Finals in Turin.

ATP-Vorsitzender Andrea Gaudenzi, hier zwischen Alex Zverev und Daniil Medvedev nach den ATP Finals in Turin. imago images/PanoramiC

"Wir glauben ganz grundsätzlich, dass uns eine globale Präsenz die besten Chancen bietet, etwas zu bewirken", wurde der Italiener in einer Stellungnahme zitiert. "Wir wissen, dass Sport einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben kann." Pengs Situation sorge allerdings weiterhin für "ernsthafte Bedenken innerhalb und außerhalb unseres Sports". Die Reaktion auf die Bedenken sei "bisher unzureichend".

Wir glauben ganz grundsätzlich, dass uns eine globale Präsenz die besten Chancen bietet, etwas zu bewirken.

ATP-Vorsitzender Andrea Gaudenzi

"Wenn kommende Woche ein Turnier in China wäre, würde sich niemand dabei wohlfühlen", sagte der Weltranglistenzweite Daniil Medvedev aus Russland. Allerdings sei das nächste Event dort erst im Herbst. "Mal sehen, wie es weitergeht."

Die Spielerinnen-Organisation WTA setzt alle Turniere in China und Hongkong aus. Dies hatte Steve Simon, Vorsitzender der Spielerinnen-Organisation, am Mittwoch bekannt gegeben. Die chinesische Regierung reagierte mit Unverständnis auf den Schritt.

Peng (35) hatte Anfang November im Twitter-ähnlichen Medium Weibo berichtet, vom ehemaligen chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli sexuell missbraucht worden zu sein. Der Eintrag wurde ebenso gelöscht wie zahlreiche Internet-Einträge über Peng, von der danach mehr als zwei Wochen jede Spur fehlte. Spätere Äußerungen wertete die WTA als unter Zwang getätigt.

bst/sid

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Der Fall Peng Shuai

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  • Peng Shuai hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht.
  • Sofort griff die Zensur ein, löschte ihren Post und verhindert seither jede Diskussion in Chinas Internet.
  • Auch war die Spielerin zunächst nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden, was die internationale Tenniswelt beunruhigt hatte.