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Delbrücker SC entwickelt sich für Dammeier zur Lebensaufgabe

Über 500 Einsätze in Bundesliga und 2. Liga

Weiter bis 2025: Delbrücker SC entwickelt sich für Dammeier zur Lebensaufgabe

Der Blick geht nach oben: Detlev Dammeier hat den Delbrücker SC in die Oberliga Westfalen geführt.

Der Blick geht nach oben: Detlev Dammeier hat den Delbrücker SC in die Oberliga Westfalen geführt. imago images/Christian Schroedter

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Der Delbrücker SC ist angekommen auf fünftklassigem Niveau. Zwar so, wie man es für einen Aufsteiger erwartet, mit ein bisschen Euphorie und manchen Spielen, in denen das Team noch Lehrgeld zahlt, aber sieben Punkte aus sechs Spielen in der Oberliga Westfalen sind ein Wert, auf dem sich aufbauen lässt. Zudem wurde Ende August der Drittligist SC Verl mit 3:1 aus dem Landespokal geworfen. 

Baumeister beim DSC ist ein Mann, der als Spieler 248-mal die Bundesliga und sogar 276-mal die 2. Bundesliga erlebt hat: Detlev Dammeier, dessen Stationen mit Hannover 96, dem Hamburger SV, dem VfL Wolfsburg und Arminia Bielefeld namhaft sind. Auch wenn der heute 53-Jährige nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn bei Arminia Bielefeld als Sportlicher Leiter und Interimstrainer in Bundesliga und 2. Bundesliga ebenfalls schon die Luft des großen Fußballs geschnuppert hat, der frischgebackene Fünftligist aus Delbrück scheint allmählich zu einer sportlichen Lebensaufgabe heranzuwachsen. Nun hat Dammeier, der schon seit 2018 den DSC coacht, seinen Vertrag gleich bis 2025 ausgedehnt.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben, die Oberliga zu halten und uns dort zu etablieren.

Detlev Dammeier, Trainer Delbrücker SC

"Ich habe große Lust darauf, die Entwicklungen in Delbrück weiter aktiv zu begleiten und junge Spieler zu formen. Wir haben trotz der positiven Schritte in den letzten Jahren noch Stellschrauben, an denen wir drehen können, um das Optimum des Machbaren herauszuholen. Der Weg ist noch nicht zu Ende", so Dammeier. Vielleicht erfüllt ihn die Mission bei Delbrück auch deswegen so mit Motivation, weil die so oft und ausschweifend bemühten Mechanismen der Branche im 30.000-Einwohner-Städtchen zwischen Lippe und Ems etwas weniger gelten. Denn der neue Vertrag bleibt auch im Falle eines Abstiegs in die sechstklassige Westfalenliga gültig. Dazu soll es nicht kommen, denn der DSC-Trainer stellt klar: "Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben, die Oberliga zu halten und uns dort zu etablieren."

Delbrücks erster Vorsitzender Elmar Westermeyer wird das sicher auch hoffen, er denkt aber an das größere Ganze und sagt über Dammeier: "Detlev und der DSC, das passt einfach. Er trägt auch unseren Weg mit, entwickelt Jahr für Jahr junge Spieler weiter, führt sie an die erste Mannschaft heran und schenkt ihnen viel Vertrauen. Er investiert sehr viel Zeit in den Verein und hat an der jüngsten Entwicklung des DSC einen entscheidenden Anteil. Dazu passt es menschlich."

stw/pm