2. Bundesliga

Weiser-Verbleib bei Werder: Woran ein Transfer hapert

Leverkusen-Leihgabe hat noch ein Jahr Vertrag

Weiser-Verbleib bei Werder: Woran ein Transfer weiterhin hapert

Wird Weiser auch ein Teil des Bremer Bundesliga-Kaders?

Wird Weiser auch ein Teil des Bremer Bundesliga-Kaders? IMAGO/Claus Bergmann

Als der SV Werder Bremen kürzlich die beiden Abgänge der Leihspieler Lars Lukas Mai und Roger Assalé bekanntgegeben hat, fehlte ein Profi, der eigentlich auch in diese Kategorie gehört hätte: Mitchell Weiser. Auch mit dem 28-Jährigen endete die Zusammenarbeit durch das letzte Saisonspiel in der 2. Liga - mit dem Bundesliga-Aufstieg. Weiser war nur für eine Spielzeit von Bayer Leverkusen nach Bremen verliehen. Vom Klub verabschiedet wurde er trotzdem nicht - weil eine gemeinsame Zukunft weiterhin denkbar ist.

Allerdings ergeben sich noch immer auch einige Hürden bei der wirtschaftlichen Umsetzung eines festen Transfers, ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrags bei Bayer. Bereits in der abgelaufenen Saison hatte Leverkusen noch einen beträchtlichen Anteil des üppigen Gehalts Weisers übernommen, der bei dem Wechsel selbst jedoch auch auf Geld verzichtete. Nun verbleibt erneut die Frage, inwieweit der Werksklub bereit ist, ihm beim noch ausstehenden Gehalt für das letzte Vertragsjahr entgegenzukommen. Allzu große finanzielle Zugeständnisse soll es nicht geben, was die Lage kompliziert macht - zumal man wohl schon einem ablösefreien Abgang zustimmen würde, der ohnehin Voraussetzung für Werder wäre.

Noch ungeklärte Rahmenbedingungen

Der Bundesliga-Aufsteiger und die Weiser-Seite können sich eine gemeinsame Zukunft sehr wohl vorstellen, nachdem dem U21-Europameister von 2017 gerade im Saison-Endspurt eine wichtige Rolle beim Aufstieg zugekommen war - obwohl er als mutmaßlich ungeimpfter Profi über den Winter wiederholt nicht zur Verfügung gestanden hatte. Doch es geht weiterhin um die noch ungeklärten Rahmenbedingungen eines festen Wechsels.

Die Bremer können dem Rechtsverteidiger, der auch auf den offensiven Flügeln einsetzbar wäre, nicht ansatzweise ein jährliches Gehalt auf Leverkusen-Niveau bieten - sondern mit einem Angebot allenfalls über die Laufzeit mehrerer Jahre an die Summe heranreichen. Bei Bayer würde Weiser andernfalls sportlich keine Rolle mehr spielen, was die Verhandlungsposition für einen Vertrag bei einem neuen Verein in einem Jahr sicherlich nicht verbessern würde. Es handelt sich also auch um eine Abwägungssache.

Tim Lüddecke

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