2. Bundesliga

"Hitziger": Weiser vor Heimpremiere beim SV Werder Bremen

Bislang wenig Berührungspunkte mit Nordderby

Weiser und das erste Heim-Mal: "Es wird sicher hitziger"

Bremens Neuzugang Mitchell Weiser freut sich auf sein erstes Nordderby.

Bremens Neuzugang Mitchell Weiser freut sich auf sein erstes Nordderby. imago images/Jan Huebner

Das Pflichtspieldebüt von Mitchell Weiser verlief äußerst vielversprechend. Beim 3:0-Auswärtssieg in Ingolstadt hatte der Neuzugang, der erst am letzten Tag der Wechselperiode von Bayer Leverkusen an den SV Werder Bremen verliehen wurde, sogleich in der Startelf gestanden. Dass er zudem den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 erzielte und damit "direkt etwas beitragen" konnte, "fühlt sich natürlich gut an", erklärte der 27-Jährige am Mittwoch. Einen Sololauf samt Übersteiger hatte er erfolgreich vollenden können.

Weiser hat "keine Rangliste zu Hause, welches mein schönstes Tor war"

Ob es sich dabei allerdings um das sehenswerteste Erfolgserlebnis in seiner Karriere handelte, konnte Weiser nicht so recht einschätzen. Da gäbe es schon noch ein paar andere Treffer, sagte er grinsend: "Ich habe auch keine Rangliste zu Hause, welches mein schönstes Tor war. Das kann ich mir mal nach der Karriere alles anschauen."

Wesentlich wichtiger sei ihm gewesen, überhaupt mal wieder auf dem Platz gestanden zu haben: "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den Jungs zu kicken." In Leverkusen kam der Außenspieler zuletzt Anfang des Jahres zu einem Startelfeinsatz. Zwar wurde Weiser nach 61 Minuten ausgewechselt, und nach der zuletzt ungewohnten Belastung habe es "an einigen Stellen gezwickt". Doch erst einmal dürfte der U-21-Europameister von 2017 bei Werder gesetzt sein, zumal Felix Agu, der zuvor auf der Position des Rechtsverteidigers gespielt hatte, zuletzt an muskulären Problemen laborierte.

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Weisers Warnung

Auf sein erstes Heimspiel im Wohninvest Weserstadion hätte Weiser sich "so oder so gefreut", erklärte er nun vor der anstehenden Partie gegen den Hamburger SV am Samstagabend: "Aber natürlich ist so ein Spiel insgesamt schöner. Von der Kulisse her wird es sicher etwas hitziger." Weiser rechnet mit "der ein oder anderen Emotion, die sonst nicht rauskommt", warnt jedoch gleichzeitig davor, deshalb über die Stränge zu schlagen: "Man will natürlich keine unnötigen Gelben und Rote Karten bekommen."

Derbys kennt er bislang nur vom Rhein, dort allerdings aus beiden Perspektiven: In jungen Jahren zunächst in Diensten 1. FC Köln, später dann bei Bayer Leverkusen. Mit dem Nordderby hatte er bislang nur wenig Berührungspunkte, wie Weiser durchblicken lässt, als er auf die vier Duelle zwischen Werder und dem HSV innerhalb von nur 19 Tagen im Jahr 2009 (DFB-Pokal, Uefa-Cup und Bundesliga) angesprochen wurde. "2009?", entgegnete er amüsiert - und musste passen. Auch ihm sei jedoch bewusst, "dass es bestimmte Spiele in Deutschland gibt, die besonders sind", so Weiser: "Dazu gehört dieses Spiel auch."

Tim Lüddecke

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