Bundesliga

Weinzierl: "Vorne fehlt die Durchschlagskraft"

Bitteres 1:2 gegen Abstiegskonkurrent Bremen

Weinzierl: "Vorne fehlt die Durchschlagskraft"

Blickt ein bisschen neidisch auf Pizarro: Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.

Blickt ein bisschen neidisch auf Pizarro: Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Getty Images

Der dreifache Torschütze vom vergangenen Donnerstag gegen Alkmaar, Raul Bobadilla, hatte allein vier große Gelegenheiten, am Ende war er es aber, der mit einem Fehlpass das 0:1 und damit die Niederlage einleitete.

"Wir machen momentan viele entscheidende Sachen nicht richtig im Spiel", konstatierte Paul Verhaegh. "Wir treffen zu oft die falschen Entscheidungen." Auch vor dem gegnerischen Tor. "Wir hätten uns effizienter präsentieren müssen", kritisierte Daniel Baier die schlechte Chancenverwertung.

Mal wieder war es der Gegner gewesen, der eher einen Fehler ausnutzte, als dass das Augsburg gelang. "Wir agieren und agieren gegen Gegner, die kompakt stehen. Wir betreiben viel Aufwand, aber vorne fehlt die letzte Durchschlagskraft", stimmte auch Trainer Markus Weinzierl in den Chor ein und sah neidisch auf die andere Seite, wo Claudio Pizarro routiniert seine erste Chance technisch sehenswert zum 1:0 nutzte. "Pizarro ist da vorne eiskalt und effektiv. Das ist Qualität", stellte Weinzierl fest.

Fehlt so einer dem FCA? Manager Stefan Reuter verneinte dies, als Hauptverantwortlicher für die Kaderzusammenstellung nachvollziehbar. "Wir haben auch Spieler, die schon zweistellig getroffen haben. In den letzten drei Spielen bis zum Bremen-Spiel haben wir zehn Tore erzielt. Das darf man nicht vergessen." Der Manager sah den Hauptgrund für die Niederlage eher in der mangelnden Frische. "Da fehlte am Ende die Konzentration."

Wichtig ist, dass wir am Ende über dem Strich stehen. Ich bin sicher, dass wir da unten rauskommen.

FCA-Manager Stefan Reuter

Die Aussichten sind nun alles anders als rosig. "Die Lage ist nicht gut", musste auch Kapitän Paul Verhaegh feststellen. Mit nur sechs Punkten fährt Augsburg am nächsten Spieltag zum Tabellensechzehnten Stuttgart. "Jedes Spiel hat Finalcharakter", sagte Reuter. Doch bange ist ihm trotz der miserablen Zwischenbilanz nicht. "Wichtig ist, dass wir am Ende über dem Strich stehen. Ich bin sicher, dass wir da unten rauskommen."

Doch wie sagte Abwehrmann Ragnar Klavan. "So langsam müssen wir punkten." Besser kann man es nicht ausdrücken.

Mounir Zitouni

Bilder zur Partie FC Augsburg - Werder Bremen