Bundesliga

Gegen Werder Bremen: Schalkes Trainer Markus Weinzierl muss noch stärker improvisieren

Schalke: Neben Kolasinac auch Coke fraglich

Weinzierl muss noch stärker improvisieren

Wen nominiert er gegen Bremen für die erste Elf? Schalkes Coach Markus Weinzierl.

Wen nominiert er gegen Bremen für die erste Elf? Schalkes Coach Markus Weinzierl. picture alliance

Wenn Sead Kolasinac schon für das Derby nicht rechtzeitig fit geworden ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass er nur drei Tage später gegen Bremen auflaufen kann. Thilo Kehrer hat die Lücke gegen Dortmund prima ausgefüllt, der Torschütze zum 1:1 war bester Schalker Feldspieler (kicker-Note 2). Allerdings könnte nun ein neues Problem auf der rechten Abwehrseite entstehen: "Coke hat im Derby einen Schlag abbekommen", sagte Trainer Markus Weinzierl am Montag, der Einsatz des Spaniers sei fraglich. Mögliche Alternativen wären Daniel Caligiuri und Alessandro Schöpf, die beide allerdings offensiv besser aufgehoben sind, sowie Sascha Riether als gelernter Rechtsverteidiger.

Bentaleb war "nicht clever"

Auch für das zentrale Mittelfeld muss sich Weinzierl etwas einfallen lassen (mögliche Alternative: Johannes Geis), da Nabil Bentaleb gesperrt ausfällt. Der Algerier sah gegen Dortmund in der Nachspielzeit seine zehnte Gelbe Karte der Saison, weil er sich nach einem Sokratis-Foul an Leon Goretzka einmischte. "Das war nicht clever", sagte Weinzierl. "Er wurde zwar von Sokratis geschickt provoziert, aber da muss er sich cooler verhalten." Darüber habe der Coach mit dem Spieler auch bereits gesprochen - und stieß auf Einsicht.

Werder gehört zu den besten Mannschaften im Jahr 2017, das hat ihnen niemand zugetraut.

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel

Werder Bremen bezeichnet Weinzierl als "Mannschaft der Stunde. Wenn sie 16 Punkte aus den vergangenen sechs Spielen holen, spricht das für sich". Dass die Norddeutschen zuletzt in Freiburg "auch ohne Serge Gnabry fünf Tore erzielt haben, ist überraschend, unterstreicht aber ihre Qualität". Sportvorstand Christian Heidel meint: "Werder gehört zu den besten Mannschaften im Jahr 2017, das hat ihnen niemand zugetraut. Da muss man den Hut vor ziehen. Wir wissen, was da auf uns zukommt."

zum Spiel

Werders Serie? Höwedes ist nicht bange

Benedikt Höwedes sieht es ähnlich. "Sie waren im Keller, haben sich durch ihre Serie aber viel Luft verschafft. Mit entsprechendem Engagement werden sie auch gegen uns auflaufen." Bange ist dem Schalke-Kapitän jedoch nicht. Er erklärt: "Wir haben jetzt auch schon länger nicht verloren und wollen weiter Punkte gutmachen. Das wird ein interessantes Spiel."

Weinzierls einsatzfähiger Ex-Bremer heißt Franco di Santo. Gegen Dortmund gehörte der Argentinier nicht zum Kader, für einen Einsatz gegen Werder darf sich der Angreifer aber Hoffnung machen. "Einen Bonus gibt es nicht, gegen seinen Ex-Verein zu spielen, ist aber immer etwas Besonderes", sagt Weinzierl, "Franco ist eine der Alternativen."

Toni Lieto