Bundesliga

Trainerwechsel beim FC Augsburg: Weinzierl folgt auf Herrlich

Maurer wird neuer Co-Trainer in Augsburg

Weinzierl folgt auf Herrlich: "Freue mich riesig"

Fliegender Wechsel beim FCA: Markus Weinzierl (li.) und Heiko Herrlich.

Fliegender Wechsel beim FCA: Markus Weinzierl (li.) und Heiko Herrlich. imago images (2)

Markus Weinzierl ist wieder Trainer beim FC Augsburg. Der 46-Jährige, der den FCA in seiner ersten Amtszeit zwischen 2012 und 2016 zeitweise in die Europa League geführt hatte, wird Nachfolger von Heiko Herrlich, der sein Amt nach etwas mehr als einem Jahr räumen muss. Die Augsburger bestätigten den Trainerwechsel am frühen Montagnachmittag.

Weinzierl erhält einen Vertrag bis Sommer 2022. Neuer Co-Trainer wird Reiner Maurer. Der 61-Jährige, der bis vergangenen Sommer Türkgücü München betreut hatte, beerbt Herrlichs Assistenten Iraklis Metaxas, der ebenfalls gehen muss. Der restliche Trainerstab bleibt bestehen.

Trainersteckbrief Herrlich
Herrlich

Herrlich Heiko

FC Augsburg - Die letzten Spiele
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5
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Werder Bremen Bremen (H)
2
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0
FC Augsburg - Vereinsdaten
FC Augsburg

Gründungsdatum

08.08.1907

Vereinsfarben

Rot-Grün-Weiß

Reuter: "Ausführliche und sehr gute Gespräche" mit Weinzierl

"In der ausführlichen Analyse sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Wechsel auf der Trainerposition vornehmen müssen", wird Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter in der Klubmitteilung zitiert. "Wir haben daraufhin mit Markus Weinzierl am Wochenende ausführliche und sehr gute Gespräche geführt. Hierbei sind wir zur Überzeugung gelangt, dass Markus der absolut richtige Trainer für die jetzige Situation ist und er enorm große Lust verspürt, wieder beim FC Augsburg zu arbeiten."

Für Weinzierl ist es der erste Trainerjob seit fast genau zwei Jahren. Damals war der gebürtige Straubinger nach nur sechs Monaten beim VfB Stuttgart freigestellt worden - nach einem 0:6 in Augsburg. Zuvor hatte er für eine Saison den FC Schalke 04 trainiert.

"Ich freue mich riesig, wieder mit Stefan Reuter und der Mannschaft zusammenzuarbeiten und an die erfolgreichen gemeinsamen Jahre anknüpfen zu können", sagt Weinzierl, der seine Arbeit am Dienstag aufnehmen wird. "Ich habe dem Verein viel zu verdanken und möchte den FCA wieder in die Erfolgsspur führen." Er sei "überzeugt, dass wir unser Ziel, die Klasse zu halten, gemeinsam erreichen werden".

Weinzierl startet gegen seinen Ex-Klub

Herrlich hatte im März 2020 die Nachfolge von Martin Schmidt bei den Fuggerstädtern angetreten und die Mannschaft zum Klassenerhalt geführt. In der in Kürze zu Ende gehenden Spielzeit hatte der 49-Jährige mit Siegen bei Union Berlin und gegen Borussia Dortmund sowie einem Remis in Wolfsburg einen Traumstart erwischt, dem bis zur kurzen Winterpause jedoch nur noch zwei weitere Dreier folgten.

Nach einem 2:1 über die TSG Hoffenheim Anfang April schien der FCA bei neun Punkten Vorsprung auf den Tabellen-16. aus dem Schneider, dürftige Leistungen gerade gegen Gegner aus dem Keller der Liga wie Schalke 04 (0:1), Arminia Bielefeld (0:0) und zuletzt Köln (2:3) ließen jedoch eine prekäre Situation im Endspurt entstehen.

Die Augsburger sind aktuell Tabellen-13. mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, wobei der Vorletzte Hertha BSC drei Partien weniger absolviert hat. In den verbleibenden drei Partien geht es für sie noch zum Schwaben-Duell mit Weinzierls Ex-Klub nach Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr, LIVE! bei kicker), gegen den direkten Rivalen Werder Bremen und zum Saisonfinale zum FC Bayern.

Analyse: Herrlichs Aus ist eine empfindliche Niederlage für Reuter

aho/jpe/dab

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