Bundesliga

Beim FC Augsburg ist eine Systemumstellung denkbar

Systemumstellung beim FC Augsburg denkbar, da Iago und Pedersen fraglich sind

Weinzierl: "Dreier- oder Vierkette? Das ist nicht entscheidend"

Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl fordert Mut gegen Frankfurt.

Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl fordert Mut gegen Frankfurt. imago images/Imagebroker

"Beide Spieler bereiten mir ein bisschen Probleme. Ich hoffe, dass einer der beiden 100-prozentig fit wird und wir die Position gut besetzen können", berichtete Weinzierl vor der Trainingseinheit am Freitagmittag mit Blick auf die Position hinten links. Sofern keiner aus dem Duo einsatzfähig ist, wäre auch eine Umstellung zur Dreierkette denkbar. Das wiederum hängt aber auch davon ab, ob Kapitän Jeffrey Gouweleeuw rechtzeitig fit wird. Am Donnerstag hatte der etatmäßige Abwehrchef Teile des Trainings mitgemacht. "Endgültig kann ich erst nach dem heutigen Training Auskunft geben", so Weinzierl.

Weinzierl: "Wir wollen mutig sein, das Herz in die Hand nehmen"

Die Systemfrage spielt für den 47-Jährigen aber eine untergeordnete Rolle: "Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, dass die Systematik oder die Grundordnung das entscheidende ist. Viel mehr ist es die Art und Weise, wie wir spielen. Wir wollen aktiv sein, aktiv die Zweikämpfe bestreiten, mutig sein, das Herz in die Hand nehmen, nicht zurückweichen und attackieren." Mit dieser Marschroute sollen am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE bei kicker) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die ersten Punkte des neuen Jahres eingetütet werden.

Die jüngsten Verletzungssorgen spielen dem Tabellen-16. dabei nicht in die Karten. Grundsätzlich sieht der Trainer aber einen Fortschritt in diesem Bereich, nachdem insbesondere zu Beginn der Saison zahlreiche Akteure nicht zur Verfügung standen. "Das war definitiv ein Faktor in den ersten Monaten, dass Spieler immer wieder verletzt waren und aus dem Rhythmus kamen - und das in einer Summe, wie ich es selten erlebt habe", erklärte Weinzierl. In der Folge habe man im Training vermehrt auf die Intensität geachtet. Auch das Zusammenspiel mit der im vergangenen Sommer neu aufgestellten medizinischen Abteilung habe sich "gut entwickelt" und so zur Verbesserung der Situation beigetragen.

Finnbogason wohl im Kader

Zumindest in der Offensivabteilung spiegelt sich das auch im aktuellen Kader wider: alle Spieler sind zumindest einsatzbereit. Von einem "Überangebot" will Weinzierl dennoch nicht sprechen. "Das Wort ist ein bisschen groß. Die Spieler sind natürlich spielfähig, haben aber lange keinen Rhythmus gehabt", erläuterte der Bayer im Speziellen mit Blick auf Alfred Finnbogason, der in der gesamten Woche mit der Mannschaft trainieren konnte und somit erstmals seit Anfang November wieder im Spieltagskader stehen könnte.

Mit dem Isländer, Neuzugang Ricardo Pepi, Florian Niederlechner, Andi Zeqiri und Michael Gregoritsch stehen fünf potenzielle Kandidaten für die maximal zwei Plätze im Angriff bereit. "In der Analyse war es das große Ziel, vorne mehr Präsenz zu haben. Je mehr die Spieler ihre Qualität einbringen, desto eher gelingt uns das. Im letzten Drittel brauchen wir die individuelle Stärke der Spieler, die sich durchsetzen müssen und die Gier brauchen, dahin zu kommen, wo es entscheidend ist. Der Konkurrenzkampf belebt das alles definitiv", sagte Weinzierl.

Moritz Kreilinger

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