Bundesliga

Weihrauch - der vergessene Bayern-Profi

Bayern lassen Angreifer nicht gehen

Weihrauch - der vergessene Bayern-Profi

Der FC Bayern ließ ihn nicht nach Luzern: Patrick Weihrauch.

Der FC Bayern ließ ihn nicht nach Luzern: Patrick Weihrauch. imago

Es ist fast genau zwei Jahre her, da präsentierte sich Pep Guardiola einer aufgeregten Weltöffentlichkeit als neuer Bayern-Trainer. Damals gab es viele Fragen, auch die Einschätzung Guardiolas zu einem jungen Münchner Akteur namens Patrick Weihrauch interessierte. "Ich muss ihn kennenlernen, muss ihn sehen. Ich bin sicher, dass Bayern gute, gute junge Spieler hat", lautete die Antwort des Katalanen. Weihrauch galt als Top-Talent, als einer, der den Sprung zum Star mal schaffen könnte. 2012 war er Profi geworden, doch im Sommer 2015 muss man feststellen: Bei Bayern wird es wohl nichts mehr mit der großen Karriere.

Der Profi (Vertrag bis 2016) gehört schon lange nicht mehr dem Kader Guardiolas an, er trainiert und spielt für die Amateure in der 4. Liga. Seine Bilanz dort 2014/15: 26 Spiele, vier Tore. Eher durchwachsen. Als Guardiola im April für das Spiel in Leverkusen zwei Spieler nach oben zog, gehörte Weihrauch nicht dazu. Talent langt eben manchmal nicht, auch der nötige Biss gehört dazu. Gerade bei Bayern.

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Weihrauch, der in München einen mittleren sechsstelligen Betrag verdienen soll, wäre in diesem Sommer gerne gewechselt. Viele Trainer haben den Offensivmann im Hinterkopf, glauben, mit dem richtigen Umfeld und Trainer könne er durchstarten. Der FSV Frankfurt wollte ihn, aber vor allem der FC Luzern und Trainer Markus Babbel, doch Bayern ließ ihn nicht. Uli Hoeneß, der sich um den Nachwuchs kümmert, will ihn höchstpersönlich unter seine Fittiche nehmen, dazu soll er das Regionalligateam in die 3. Liga schießen. Am Dienstag trainierte der vergessene Profi keine 50 Meter entfernt von den Lahm und Co. mit der Mannschaft der U 23, dennoch hat Sportvorstand Matthias Sammer "immer noch Hoffnung, dass er den Durchbruch schafft".

Mounir Zitouni

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