Bundesliga

VfL Wolfsburg: Wout Weghorst zwischen Frust und Klimowicz

Was Wolfsburgs Trainer van Bommel seinem Landsmann rät

Weghorst zwischen Frust und Klimowicz

Auf der Suche nach seiner Leichtigkeit: Wout Weghorst.

Auf der Suche nach seiner Leichtigkeit: Wout Weghorst. imago images/Joachim Sielski

Mark van Bommel weiß, wie Spieler ticken. Alle unterschiedlich. Das macht es für einen Trainer nicht ganz einfach. "Da brauchst du Fingerspitzengefühl", erklärt der Trainer. Gerade dann, wenn der Spieler Wout Weghorst heißt. Der Wolfsburger Stürmer ist speziell. Wenn er nicht trifft, kann er für viele unerträglich sein. Zuletzt, als sich die VfL-Mannschaft nach dem enttäuschenden 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach auf die Dankesrunde zu den Fans machte, war der 29-Jährige schon sichtlich frustriert in den Katakomben verschwunden.

Weghorst hat zwar schon drei Saisontreffer in der Bundesliga auf dem Konto, wirklich rund läuft es für den Torjäger aber noch nicht. Mal gibt es Spiele, in denen er als letztes Glied der bisweilen umständlich agierenden Wolfsburger Offensive völlig in der Luft hängt. Und dann gab es Partien, in denen der Niederländer zuletzt seine Chancen hatte, diese aber nicht mit jener Selbstverständlichkeit nutzte, die ihn zur Lebensversicherung seines Klubs machten. Wie geht van Bommel in diesen Zeiten mit seinem Top-Angreifer um? Offen und ehrlich. "Wir haben darüber gesprochen", berichtet der 44-Jährige. "Wout hat drei Tore, es müssten mehr sein."

"Er muss ruhig bleiben"

Eine Delle, wie sie Weghorst in Wolfsburg nicht zum ersten Mal erlebt. Bislang hat er sich immer schnell herausgearbeitet aus diesen Phasen. "Bei einem Stürmer ist es manchmal so, dass es nicht so läuft, wie du willst", betont van Bommel. "Aber wenn die Mannschaft gut spielt und gewinnt, dann kommt es von alleine wieder." Des Trainers Rat an seinen Landsmann vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker): "Er muss ruhig bleiben."

Wenn das nächste Weghorst-Tor fällt, wird es ein besonderes für ihn sein. Dann nämlich zieht der Nationalspieler in der ewigen VfL-Torschützenliste mit dem Drittplatzierten Diego Klimowicz gleich, der es in seiner Wolfsburger Zeit (2001 bis 2007) auf 57 Treffer brachte. Davor liegen nur noch die Meisterstürmer Grafite (59) und Edin Dzeko (66). Beide sind noch in dieser Saison für Weghorst zu erreichen - wenn sein Knoten wieder platzt.

Thomas Hiete

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