Int. Fußball

Serie A: Cagliari Calcio sperrt Fans wegen Rassismus lebenslang

Mehrere Vorfälle - Inters Lukaku im September betroffen

Wegen rassistischen Verhaltens: Cagliari sperrt Fans lebenslang

Anfang September: Torschütze Romelu Lukaku beim Spiel in Cagliari.

Anfang September: Torschütze Romelu Lukaku beim Spiel in Cagliari. imago images

Die drei Tifosi waren mit Gesängen gegen dunkelhäutige Spieler anderer Klubs auffällig geworden und konnten durch Ordner identifiziert werden. Dies teilte der Serie-A-Klub aus Sardinien mit. Im September hatten Cagliari-Fans beim 1:2 gegen Inter Mailand für Empörung gesorgt, weil sie Inter-Star Romelu Lukaku rassistisch verhöhnten.

Der Chef von Italiens Fußballverband FIGC, Gabriele Gravina, bezeichnete Cagliaris Entscheidung als vorbildlich. "Der italienische Fußball führt einen harten Kampf gegen Rassismus, der inzwischen Resultate zeigt", sagte Gravina. Italienischen Klubs war zuletzt immer wieder vorgeworfen worden, das Rassismus-Problem in den Stadien herunterzuspielen.

Zwei aktuelle Fälle in Deutschland

In Deutschland hatte es zuletzt auch Fälle von Rassismus in den Stadien gegeben. Kürzlich war Herthas Jordan Torunarigha im Pokal auf Schalke (2:3 n.V.) betroffen (50.000 Euro Geldstrafe gegen S04), am Freitagabend wurde Drittliga-Profi Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers beim 0:0 in Münster rassistisch beleidigt. Preußen-Fans identifizierten den Täter, der daraufhin festgenommen wurde.

aho/sid