Bundesliga

Streit um Augustin mit Leeds: RB Leipzig schaltet FIFA ein

Erste Rate von Leeds fällig

Wegen Augustin: RB Leipzig schaltet FIFA ein

Jean-Kevin Augustin

Kam auch in Leeds nicht zum Zug: Jean-Kevin Augustin. imago images

Auf seinem Instagram-Account veröffentlicht Jean-Kevin Augustin derzeit regelmäßig Schappschüsse, die belegen sollen, dass sich der französische Stürmer mit schweißtreibendem Privattraining in Form bringt. Von der Teilnahme an einem Mannschaftstraining ist der 23-Jährige aktuell weit entfernt.

Bei RB Leipzig fühlt man sich für den ursprünglich bis 2022 gebundenen Angreifer nicht mehr zuständig, sieht daher von Gehaltszahlungen ab. Doch auch Premier-League-Aufsteiger Leeds United, der im ersten Halbjahr 2020 Augustin ausgeliehen hatte, hat die Zusammenarbeit beendet. Die für den Aufstiegsfall vereinbarte Kaufverpflichtung für 21 Millionen Euro sieht der Klub als nichtig an, weil der Leihvertrag zum 30. Juni und damit vor dem coronabedingt erst im Juli erfolgten Aufstieg endete.

Bei RB sieht man sich juristisch auf der sicheren Seite. Bislang hatte der Champions-League-Halbfinalist aber keine Handhabe für den Klageweg. Das wird sich jetzt ändern. Die erste Rate zur Zahlung der 21 Millionen Euro steht unmittelbar an.

Sollte Leeds die Frist verstreichen lassen, will Leipzig den Klub bei der FIFA verklagen. Da der nordenglische Verein allein für Rodrigo (FC Valencia), Helder Costa (Wolverhampton) und den Freiburger Defensiv-Allrounder Robin Koch rund 60 Millionen Euro an Ablöse investierte, könne er kaum an Geldnot leiden, so die Leipziger Argumentation.

Oliver Hartmann

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