DFB-Pokal

Wechselfehler in Münster: Wolfsburg droht das DFB-Pokal-Aus

Preußen Münster erwägt Protest gegen den Ausgang des Spiels

Wechselfehler! Wolfsburg droht das Pokal-Aus

Wechselfehler im ersten Pflichtspiel: Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel und Maximilian Philipp.

Wechselfehler im ersten Pflichtspiel: Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel und Maximilian Philipp. imago images/Kirchner-Media

Die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg wollten sich erst einmal nicht äußern, jedoch wussten sie kurz nach Schlusspfiff bereits, dass da etwas schiefgelaufen ist. Dreimal hatte Trainer Mark van Bommel bereits während der regulären Spielzeit ausgewechselt, drei weitere Male kamen in der Verlängerung hinzu. Das jedoch erlauben die DFB-Statuten nicht, Admir Mehmedi hätte nicht mehr für Maximilian Philipp eingewechselt werden dürfen.

Schiedsrichter Dingert notiert Wechselfehler - Legt Münster Protest ein?

Es heißt, mehrfach hätten sich die Wolfsburger Bank-Angestellten beim Vierten Offiziellen erkundigt, ob ein weiterer Wechsel erlaubt sei - eine Bremse gab es offenbar nicht. Schiedsrichter Christian Dingert vermerkte den Wechselfehler im Spielbericht.

Sportlich setzte sich der VfL am Ende durch, jedoch könnte es dennoch zum Aus im Pokal kommen. Vorausgesetzt, Preußen Münster legt Protest gegen die Wertung ein. Wovon jeder am Sonntagabend ausging. "Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen", sagte Preußen-Manager Peter Niemeyer. 

Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen.

Preußen-Manager Peter Niemeyer

In den Durchführungsbestimmungen des DFB heißt es, dass auch in dieser DFB-Pokalsaison fünf Auswechslungen möglich sind. Wörtlich heißt es unter Paragraf 31, Punkt 3a: "Während des Spieles dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig."

Thomas Hiete

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