Basketball

NBA: Dennis Schröder offiziell zu den Los Angeles Lakers

Nationalspieler zu den Lakers getradet

Wechsel nach Los Angeles perfekt: Schröder spielt jetzt um den Titel

Zukünftig in Lila und Gelb: Dennis Schröder.

Zukünftig in Lila und Gelb: Dennis Schröder. Getty Images

Eigentlich hat Dennis Schröder gar keine Lust auf Los Angeles. Oder hatte, so sei das laut eigener Aussage zumindest im Februar gewesen. Da hatte der deutsche Nationalspieler zahlreiche Anfragen erhalten, etwa von den Lakers oder den Clippers. Doch weder das eine noch das andere Team aus Los Angeles konnte sich mit Schröders Verein, den Oklahoma City Thunder, auf einen Trade einigen.

Das hat sich neun Monate später geändert. Für einen Erstrundenpick im kommenden Draft sowie Flügelspieler Danny Green wechselt Schröder von Oklahoma City nach Hollywood. Ob er das nun wollte oder nicht: Schröder hat nun beste Chancen, zum ersten Mal in seiner Karriere NBA-Champion zu werden.

Schröder hat in der vergangenen Saison einen Sprung gemacht

Der 27-jährige Guard, der in der vergangenen Saison Zweiter hinter Clippers-Forward Montrezl Harrell bei der Wahl zum "Sixth Man of the Year" wurde, soll beim amtierenden Titelverteidiger die Rolle von Rajon Rondo übernehmen, der als Free Agent wohl bei einem neuen Team unterkommen wird. Schröder wird also neben dem Superstar-Duo LeBron James und Anthony Davis ein ganz zentraler Baustein in der kommenden Saison der Lakers werden.

Sein noch bis zum Ende der kommenden Spielzeit laufender Vertrag bringt dem Braunschweiger 15,5 Millionen Dollar ein, danach hat Schröder die freie Wahl. Sollte er mit den Lakers Meister werden, dürften ihm alle Optionen und noch mehr Geld zur Verfügung stehen. Denkbar wäre auch, dass das Team von Coach Frank Vogel genug Cap Space zur Verfügung hat, um Schröder langfristig an die Seite von Forward Davis zu stellen. Irgendwann wird nämlich auch LeBron nicht mehr dabei sein.

Franchise-Ikone Magic Johnson gratulierte "seinen" Lakers jedenfalls schon vorab zur Verpflichtung von Schröder. "Manager Rob Pelinka ist ein ausgezeichneter Transfer gelungen. Leute, dieser Tausch bringt uns in Position, den Titel zu verteidigen."

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Schröders Qualitäten haben den Lakers noch gefehlt

Schröder bringt mit seiner Defensivstärke und Athletik eine neue, dynamischere Komponente ins Spiel des Meisters. Vor allem James dürfte von Schröders verbesserter Wurfquote profitieren, wenn er, wie so oft, zum Korb zieht und dann das Anspiel nach draußen auf den Deutschen sucht.

In der vergangenen Saison überragte Schröder bei einem insgesamt jungen OKC-Ensemble mit durchschnittlich 18,9 Punkten, vier Assists und 3,6 Rebounds pro Spiel. Vor allem mit Routinier Chris Paul und Youngster Shai Gilgeous-Alexander harmonierte Schröder hervorragend. Das könnte sich nun mit James und Davis wiederholen.

mkr

kicker.tv Trainerstimme

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