Bundesliga

Watzke wird deutlich: "Solche Geisterspiele hält der Fußball nicht lange durch"

Der Fußball müsse laut BVB-Boss "für Symbolpolitik herhalten"

Watzke wird deutlich: "Solche Geisterspiele hält der Fußball nicht lange durch"

Macht sich so seine Gedanken: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Macht sich so seine Gedanken: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. BVB/Alexandre Simoes

Dass es nun wieder in der gesamten Bundesliga, also in allen deutschen Bundesländern, zu Geisterspielatmosphäre kommt, stimmt Hans-Joachim Watzke nicht positiv. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund hält diese Entscheidung schlicht für falsch.

"Richtig wäre es gewesen, einen Prozentsatz der Stadionkapazität zuzulassen. 8000 Zuschauer kann man im Signal Iduna Park und mit unserer Infrastruktur so verteilen, dass sie physisch so gut wie nichts miteinander zu tun haben", sagte Watzke dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Freitag).

"Da fühlt man sich im Stich gelassen"

Die Heimstätte des BVB hat eine Kapazität von über 80.000 Zuschauerplätzen. Laut der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist aber auch in Dortmund vorerst aus Sicherheitsgründen kein Publikum erlaubt.

"Solche Geisterspiele hält der Fußball nicht lange durch. Das wird einem ganzen Wirtschaftszweig den Garaus machen", erklärte Watzke.

Der Vereinsboss glaubt, dass "der Fußball für Symbolpolitik herhalten" müsse und hinterfragt, "warum Musicalhallen zweimal pro Tag mit 750 Menschen und einer Auslastung von 45 Prozent besetzt werden und in den großen Freiluftstadien keine Zuschauer zugelassen sind. Da fühlt man sich schon ein wenig im Stich gelassen."

Die Rückrunde beginnt für die Schwarz-Gelben am kommenden Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) - mit einem Gastspiel in Frankfurt. Auch hier im Eintracht-Stadion wird es keine zugelassenen Zuschauer geben.

mag/dpa

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