Bundesliga

Watzke: Sein Rat an Haaland und der "größte Unterschied" bei Sancho

BVB-Geschäftsführer exklusiv

Watzke: Sein Rat an Haaland und der "größte Unterschied" bei Sancho

Toptalente im BVB-Trikot: Erling Haaland (l.) und Jadon Sancho.

Toptalente im BVB-Trikot: Erling Haaland (l.) und Jadon Sancho. imago images

Erling Haaland gehört schon mit 20 Jahren zu den begehrtesten Stürmern der Welt. Könnte der genesene BVB-Torjäger schon im Sommer auf einen Wechsel drängen? "Ich glaube nicht, dass das passieren wird", sagt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im großen kicker-Interview (Montagausgabe). "Erling und auch sein Berater Mino Raiola wissen, was sie an uns haben. Ich kann ihm nur den Rat geben, es so zu machen wie Robert Lewandowski."

Der amtierende FIFA-Weltfußballer habe sich "damals die Zeit gegeben, in Dortmund zu einem absoluten Weltklassespieler zu reifen", so Watzke. "Das gelingt dir nicht in einem Jahr. Denn klar ist, wenn Erling uns irgendwann verlassen sollte, dann geht er nur zu einem noch größeren Klub. Und so viele kommen da ja nicht in Betracht. Wenn du zu einem Klub wie - nur um ein Beispiel zu nennen - Real Madrid gehst, musst du schon Weltklasse sein."

"Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt"

Der berühmte "nächste Schritt" stand bei Jadon Sancho vor der Saison bereits im Raum. Am Ende blieb der Offensivmann beim BVB - ohne an seine bärenstarke Vorsaison anzuknüpfen. Watzkes Theorie: "Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt. Ich glaube, darüber hatte er sich zumindest so viele Gedanken gemacht, dass er seine Leichtigkeit verloren hat. Ich empfinde ihn aber seit Wochen als sehr bemüht."

Erst am Sonntag gelang ihm beim 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg das erste Bundesligator in dieser Saison. "Der größte Unterschied ist: Früher hat er nicht über seine nächste Ballaktion nachgedacht", sagt Watzke. "Jetzt überlegt er. Und die Zehntelsekunde, die ihm dadurch fehlt, ist häufig genau die, in der ihm der Gegenspieler dann schon auf den Füßen steht. Je mehr man sich als Kreativer bemüht, desto schwieriger wird es oft."

Doch große Sorgen macht sich Dortmunds Geschäftsführer nicht um Sancho: "Ich denke, er benötigt zwei, drei Erfolgserlebnisse am Stück, dann wird es ganz schnell auch wieder aufwärtsgehen. Er ist nach wie vor eines der größten Talente, die es gibt."

Was Watzke über Marco Reus, Youssoufa Moukoko und Mats Hummels sagt, wie er die Nachfolge von Michael Zorc sieht und einen möglichen Schalke-Abstieg: Das achtseitige Interview lesen Sie am Montag im kicker - oder ab Sonntagabend im e-Magazine.

kon

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