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Wattens ist erstklassig und zieht um - Ried schaut in die Röhre

Österreich: Tirol ist weiter oben vertreten

Wattens ist erstklassig und zieht um - Ried schaut in die Röhre

Küss die Hand: Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits begrüßt WSG-Präsidentin Diana Langes-Swarovski im Oberhaus.

Küss die Hand: Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits begrüßt WSG-Präsidentin Diana Langes-Swarovski im Oberhaus. imago images

Ein 3:1-Sieg beim SV Horn im Waldviertel sorgte für die Entscheidung: Die WSG Wattens verteidigte durch den Dreier am Samstag den Zwei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Ried, dessen 3:1-Erfolg über die FC Juniors somit wertlos war. Wattens zieht damit erstmals in seiner Klubgeschichte in die österreichische Bundesliga ein und sorgte zugleich dafür, dass die höchste Spielklasse nach dem Abstieg des Lokalrivalen Wacker Innsbruck auch 2019/20 einen Tiroler Vertreter im Teilnehmerfeld hat. Erstklassig waren die Wattener schon einmal - zwischen 1968 und 1971 im Bundesliga-Vorgänger "Nationalliga".

Die WSG legte schon früh im Spiel den Grundstein für die Meisterschaft. Nach sechs Minuten köpfte Svoboda zur Führung ein, derselbe Spieler erhöhte in der 24. Minute erneut per Kopf auf 2:0. Dass Ried praktisch zeitgleich seine ersten beiden Tore erzielte (Bajic, 7.; Ex-Nürnberger Wießmeier, 27.), konnte der WSG reichlich egal sein. Zwischendurch wurde es dann etwas enger in Horn, nachdem Milosevic für die Hausherren verkürzen konnte (38.). Yeboah sorgte in der 78. Minute für die Entscheidung zu Gunsten der Wattener, für die Ex-Bayern- und Hertha-Profi Sinan Kurt diesmal nicht zum Einsatz kam. Auch Ried gewann seine Partie mit 3:1, es blieb somit beim Zwei-Punkte-Unterschied zwischen beiden Anwärtern.

Umzug nach Innsbruck

Nach dem Spiel durfte WSG-Präsidentin Diana Langes-Swarovski den Meisterschild der 2. Liga in Empfang nehmen. Seit 2013 ist die Ururenkelin des Kristallglas-Unternehmers Daniel Swarovski und Tochter des langjährigen Konzernchefs Gernot Langes-Swarovski im Amt. In ihrer Amtszeit gelang der Durchmarsch von der drittklassigen Regionalliga in die Bundesliga.

Nach dem Aufstieg wird das Budget in Wattens auf sechs Millionen Euro aufgestockt, der Klub wird kommende Saison unter dem Namen WSG Swarovski Tirol im gut 15 Kilometer entfernten Innsbrucker Tivoli spielen. Wobei laut Angaben der "Tiroler Tageszeitung" lediglich die West- und Südtribüne geöffnet werden. Im Jahr darauf soll die Rückkehr ins für die höchste Spielklasse adaptierte Gernot-Langes-Stadion erfolgen, dessen Kapazität erhöht werden muss.

Wohl kein Absteiger

Einen sportlichen Absteiger aus dem Unterhaus wird es wohl nicht geben. Wiener Neustadt verlor die Lizenz, die Innsbrucker Zweite muss wegen des Abstiegs der Ersten in die Drittklassigkeit. Und aus der Regionalliga Ost gibt es keinen Aufsteiger. Künftige Zweitligisten sind der FC Dornbirn aus dem Vorarlberg sowie der aufkommende Traditionsverein Grazer AK, der seinen Durchmarsch nach dem Neustart 2013 nahtlos fortsetzte und erneut aufstieg.

Vorwärts Steyr, das die 2. Liga auf dem 16. Platz beendete, und der Vorletzte Horn dürfen aller Voraussicht nach in der Liga bleiben.

aho