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Wattener Wermutstropfen: "Zwei Spiele würden wir noch vertragen"

WSG von Winterpause gebremst

Wattener Wermutstropfen: "Zwei Spiele würden wir noch vertragen"

Schielt mit der WSG in Richtung Meistergruppe: Thomas Silberberger.

Schielt mit der WSG in Richtung Meistergruppe: Thomas Silberberger. GEPA pictures

Für Wattens könnte es derzeit kaum besser laufen. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SV Ried hat die WSG nun 13 Punkte aus den letzten fünf Runden, also seit Beginn der Rückrunde, gesammelt. Kein anderer Bundesligist hat mehr. Kein Wunder also, dass Trainer Thomas Silberberger die Herbstsaison gerne noch verlängert hätte. "Zwei Spiele würden wir noch vertragen. Jetzt, wo wir aktuell so in Form sind, hätten wir schon noch gern den WAC auswärts und Red Bull zuhause gespielt, weil wir jetzt auf einer Welle reiten. So musst du dir das alles erst wieder hart erarbeiten."

Bundesliga - 16. Spieltag

Mit 24 Zählern stehen die Tiroler derzeit in der Meistergruppe, die Tabelle werden sich wohl einige bei der WSG unter den Weihnachtsbaum hängen. "Natürlich freuen wir uns darüber. Das ist einfach der Lohn der Leistungen der letzten fünf Wochen. Wir haben in jedem Spiel versucht, als Sieger vom Platz zu gehen. Jetzt die Tabelle ist natürlich schön für uns", erklärte Verteidiger Osarenren Okungbowa. Nik Prelec, Torschütze gegen Ried, betonte zudem das funktionierende Teamgefüge. "Wir sterben auf dem Platz füreinander, das ist das Wichtigste."

WSG weicht nach Südtirol und Malta aus

Mit Sorge blickt Silberberger aber auf die Winterpause. "Bei uns gibt es keine Möglichkeit, dass wir auf einem Rasenplatz trainieren. Alle anderen Bundesligisten haben bereits die Rasenflächen zum Training." Daher werden die Tiroler wieder nach Meran/Südtirol ausweichen und auf ein Trainingslager in Malta setzen. Der Trainer fügte aber mit einem lachenden Auge hinzu: "Es fällt alles viel leichter mit diesem Tabellenstand."

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Nur träumen kann man von diesen Problemen beim Tabellenvorletzten Ried. Die Niederlage in Innsbruck, so Trainer Christian Heinle, sei mehr als verdient gewesen. "Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen", meinte der 37-Jährige, der von einem "Riesenunterschied zwischen Tirol und uns" sprach. "Wir sind momentan nicht in der Lage, dass wir einen 0:2-Rückstand drehen."

Heinle fordert Verstärkungen im Angriff

Optimismus hört sich anders an. Der Coach der Innviertler fordert nun Verstärkungen im Winter, vor allem im Angriff. "Wir müssen etwas tun. Wir haben zwölf Tore geschossen im Herbst, die wenigsten in der Bundesliga. Ich will da keinem zu nahe treten, aber das weiß jeder Stürmer bei uns, jeder Offensiver."

Wenn es um Transfers geht, soll Sportvorstand Wolfgang Fiala künftig Sportdirektor Thomas Reifeltshammer unter die Arme greifen. Ried-Präsident Roland Daxl will das nicht als Entmachtung von Reifeltshammer oder als Kritik an den Verstärkungen im Sommer verstanden wissen. Im Sky-Interview bestätigte Daxl nur, dass sich Fiala und der Sportdirektor sehr gut verstünden und sich nun gemeinsam um allfällige Transfers kümmern würden.

apa, nf

Thomas Reis

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