Bundesliga

Was Wöber als "Grundbaustein" für die nächsten Aufgaben betrachtet

Der Rückkehrer verstärkt wieder Gladbachs Abwehr

Was Wöber als "Grundbaustein" für die nächsten Aufgaben betrachtet

Gladbachs Maximilian Wöber fordert ein anderes Auftreten gegen tiefstehende Teams.

Gladbachs Maximilian Wöber fordert ein anderes Auftreten gegen tiefstehende Teams. Borussia Moenchengladbach via Getty Images

Für die vollen 90 Minuten reichte die Kraft noch nicht. Das war intern auch nicht anders erwartet worden, nachdem ein hartnäckiger Infekt Maximilian Wöber lange mattgesetzt hatte. Im neuen Jahr war der Nationalspieler bis zum Heimspiel gegen Darmstadt überhaupt noch nicht zum Einsatz gekommen, am Samstag musste er dann nach gut 70 Minuten runter vom Feld.

"Es war ein richtig gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen und das Ganze nicht vor dem Fernseher verfolgen zu müssen. Es tat gut, mal wieder 70 Minuten zum Einsatz zu kommen, denn die letzten Prozentpunkte, was die Fitness angeht, bekommt man nur durchs Spielen", sagt Wöber. In einem Interview auf der Homepage von Borussia Mönchengladbach führt der Verteidiger weiter aus: "In der ersten Halbzeit hatte ich durch die Spielunterbrechung kurz Zeit, etwas Luft zu holen. In der zweiten Halbzeit habe ich mich zunächst auch noch überraschend gut gefühlt. Aber als es dann intensiver wurde, habe ich schon gemerkt, dass die Kräfte etwas nachgelassen haben."

Der Frust über die trostlose Nullnummer gegen das Tabellen-Schlusslicht war im Borussen-Lager greifbar nach dem Abpfiff. Enttäuschung herrschte auch bei Wöber vor, der ein anderes Auftreten der Mannschaft gegen solche Teams fordert. "Darmstadt ist schwierig zu bespielen, keine Frage. Aber gegen solch tiefstehende Gegner brauchen wir bessere Lösungen und mehr Selbstbewusstsein mit dem Ball. Wir müssen einfach schauen, dass wir in solchen Partien offensiver und dominanter auftreten", sagt Wöber.

Die Tatsache, dass andererseits das eigene Tor so gut wir gar nicht in Gefahr geriet, zählt für ihn zu den positiven Erkenntnissen des Spiels. "Ich glaube, dass die defensive Kompaktheit der Grundbaustein ist, der uns in der Hinrunde noch gefehlt hat. Da haben wir zu viele Gegentore kassiert", so Wöber. "Hätten wir gegen Darmstadt 1:0 gewonnen, hätte man gesagt, dass das zwar nicht unser bestes Spiel war, wir aber defensiv gut zusammengearbeitet haben und effizient waren. Dadurch, dass wir dieses Tor nicht gemacht haben, ist der Tenor anders."

Wöber: "Wir haben schon gezeigt, dass wir mit Top-Teams mithalten können"

Stabilität in der Defensive soll in den kommenden Saisonwochen zur Basis des Borussen-Spiels werden. Zwar warnt Wöber vor dem anstehenden Auswärtsspiel bei RB Leipzig vor den "Umschaltphasen", in denen das Team von Trainer Marco Rose "extrem gut" sei, doch chancenlos sieht der Abwehrmann die Fohlen am Samstag nicht und verweist auf die knappe 0:1-Niederlage im September. Wöbers Ausblick: "Wenn ich mich ans Spiel in der Hinrunde erinnere, haben wir durch unseren tiefen Block defensiv kaum etwas zugelassen und hatten selbst immer wieder gute Umschaltmöglichkeiten. Wir wissen um die Stärken von Leipzig, haben aber schon gezeigt, dass wir mit Top-Teams mithalten können."

Jan Lustig

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