Bundesliga

Was Uduokhai und der FCA jetzt lernen müssen

Augsburg: "Es wird nicht leichter - im Gegenteil"

Was Uduokhai und der FCA jetzt lernen müssen

Felix Uduokhai will sich mit dem FC Augsburg weiter erfolgreich durchboxen.

Felix Uduokhai will sich mit dem FC Augsburg weiter erfolgreich durchboxen. imago images

Gegen sechs Mannschaften aus der aktuellen Top 7 der Tabelle hat Augsburg schon gespielt, nur Spitzenreiter FC Bayern fehlt noch. Gerade angesichts dieses Hammer-Programms kann sich die Ausbeute von bislang elf Punkten sehen lassen. Zuletzt holte der FCA auswärts ein Remis gegen Champions-League-Teilnehmer Gladbach - durch ein spätes Tor zum 1:1 in Unterzahl.

"Das Spiel war bezeichnend für unsere Mentalität", findet Uduokhai und erklärt, was den FCA in dieser Saison bislang stark macht: "Wir wissen, dass wir eine gute Truppe haben, auch spielerisch und von der Qualität her. Aber bei uns ist entscheidend, dass wir im Kopf hellwach sind und in jedem Spiel an die 100 Prozent gehen. Wenn man diese Einstellung hat und weiß, dass man voneinander abhängig ist, kann man als Team glänzen und als einzelner profitieren." Hervorheben will der Verteidiger dabei die funktionierende Kommunikation zwischen Trainerstab und Mannschaft: "Es ist ein entscheidender Punkt, dass jeder aus sich herauskommt und in die Rolle schlüpft, die fürs Team gut ist."

Bis Weihnachten stehen nun fünf Duelle mit Klubs auf dem Plan, die in der Tabelle aktuell hinter Augsburg platziert sind: Freiburg, Hoffenheim, Schalke, Bielefeld und Frankfurt. "Wir dürfen nicht denken, die schweren Gegner sind abgehakt. Denn es wird nicht leichter, im Gegenteil", warnt Uduokhai. "Jetzt kommen Partien auf Augenhöhe, wir müssen mit Überzeugung reingehen und an unsere Qualitäten glauben. Wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die anderen schlafen auch nicht."

Wir müssen lernen, ein Spiel zu bestimmen, den Rhythmus vorzugeben.

Felix Uduokhai

Am Samstag trifft der FCA zu Hause auf den SC Freiburg, der erst sechs Punkte auf dem Konto hat und zuletzt eine empfindliche Niederlage erlitt. Davon dürfe man sich nicht blenden lassen, findet Uduokhai: "Das 1:3 gegen Mainz täuscht, sie spielen richtig guten und mutigen Fußball. Uns erwartet ein kniffliges Spiel, weil Freiburg taktisch richtig gut aufgestellt und sehr variabel ist."

Im Vergleich zu den Partien gegen Dortmund, Leipzig oder Leverkusen, die der FCA als kompakt verteidigender Underdog bestritt, wird sich die Rolle in den kommenden Wochen verändern. Uduokhai & Co. stehen vor neuen Herausforderungen. "Wir müssen lernen, ein Spiel zu bestimmen, den Rhythmus vorzugeben", sagt der 23-Jährige. "Trotzdem dürfen wir unsere Tugenden nicht aus dem Blick verlieren: Herz, Mentalität, als Einheit auf dem Platz stehen."

Gute Vorsätze

Augsburg sei "kein Team wie Bayern München oder Leipzig, die Tiki-Taka spielen können", trotzdem sind gerade im Spiel mit Ball Fortschritte nötig. "Es geht darum, die einfachen Dinge richtig zu machen, in brenzligen Situationen die Ruhe zu bewahren, im letzten Drittel noch sauberer und geduldiger zu spielen, nicht so überhastet. Dann werden sich mehr Chancen ergeben", ist Uduokhai überzeugt. Diese guten Vorsätze müssen er und sein Team nun auf den Rasen übertragen.

David Bernreuther

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