Champions League

Was sagt die 5-Jahreswertung eigentlich aus?

Kommentar zur Champions-League-Auslosung

Was sagt die 5-Jahreswertung eigentlich aus?

Objekt der Begierde: Der Champions-League-Pokal.

Objekt der Begierde: Der Champions-League-Pokal. imago

Ein Kommentar von Rainer Franzke (kicker-Chefredaktion)

Das ergibt sich aus der 5-Jahreswertung der UEFA, die das Abschneiden aller Klubs in den zurückliegenden fünf Spielzeiten berücksichtigt. Danach kommen die drei Gruppengegner der Bayern auf knapp 160 Punkte und die von Mönchengladbach auf knapp 299 Punkte. Die Gegner von Borussia Dortmund haben knapp 256 und die von Bayer Leverkusen knapp 223 Punkte auf ihrem Konto.

Klar, dass der FC Bayern als Favorit in die Gruppenphase geht und Gladbach in seiner Gruppe nur aussichtsreicher Außenseiter ist. Doch aus dieser Statistik Favoriten- und Außenseiterpositionen abzuleiten, ist im Grunde zu einfach. Denn nichts ist vergänglicher als der Erfolg von gestern - und was sagt die 5-Jahreswertung eigentlich aus?

Sie dient vor allem zwei Dingen. Erstens der Erstellung jener umstritten Setzliste bei der Gruppenauslosung, die ein frühes Zusammentreffen der Reichen und Erfolgreichen verhindern soll. Sportlich verliert diese 5-Jahreswertung zunehmend an Aussagekraft durch das rasante Wechselspiel der Fußballstars. Das verändert im Einzelfall das Gesicht einer Mannschaft zwischen dem letzten Spiel der vergangenen und dem ersten Spiel der neuen Saison extrem, mehr noch bei den Startern in der Europa League denn bei den Teilnehmern der Champions League.

Die einzige echt verlässliche Prognose vor dem Start der Champions League lautet: Das Rennen werden erneut Klubs aus Spanien, England und Deutschland unter sich ausmachen - mit Außenseiterchancen für Vereine aus Italien und Frankreich.

Rainer Franzke (kicker-Chefredaktion)

Rainer Franzke (kicker-Chefredaktion) kicker