Bundesliga

Was plant Favre mit BVB-Schreck Herrmann?

Gladbach rätselt zum Auftakt wegen Dortmunds System

Was plant Favre mit BVB-Schreck Herrmann?

Patrick Herrmann lässt Sebastian Kehl hinter sich

Beim letzten Borussen-Duell vom BVB nicht zu fassen: Patrick Herrmann. imago

Auch am Gladbacher Führungstor hatte Herrmann an jenem 11. April 2015 maßgeblichen Anteil; er war an diesem Tag von der BVB-Hintermannschaft einfach nicht zu packen und wurde zu einer der überragenden Figuren des Spiels (kicker-Note: 1), das die Gladbacher 3:1 gewannen. Beim 4:1-Pokalsieg jüngst auf St. Pauli aber kam der Nationalspieler erst kurz vor Schluss. Und nun?

"Er ist erst verspätet in die Vorbereitung eingestiegen und braucht im Sommer immer eine gewisse Zeit, um in Tritt zu kommen", erzählt Lucien Favre. "Aber momentan ist er auf seinem sehr guten Weg. Deshalb ist nur eine Frage der Zeit, wann er wieder von Beginn an spielt." Ob die Zeit nun gekommen ist? Gerade auf den Flügeln ist Borussia ausgezeichnet besetzt. Fabian Johnson und Ibrahima Traoré zum Beispiel könnten die Flügelzange bilden. "Meine Zeit wird schon kommen, da mache ich mich nicht verrückt", sagt Herrmann ganz gelassen.

Vielleicht erinnert sich Favre also vor dem Saisonauftakt bei den Schwarzgelben daran, welch große Mühe Herrmann seinen Kontrahenten Mats Hummels und Co. vor gut vier Monaten bereitete. Gleichwohl hält der Schweizer eben Hummels und Sokratis für "eines der stärksten Innenverteidiger-Duos der Liga", und spricht hochachtungsvoll von der "wahnsinnigen Offensiv-Qualität" der anderen Borussia.

Trotz intensiven Studiums des ersten Gegners ist sich der Gladbach Trainer aber noch nicht sicher, in welchem System der BVB gedenkt, den ersten Sieg einzufahren. "In der Vorbereitung haben sie verschiedene Varianten ausprobiert, sie wechseln schon mal während eines Spieles. Darum sind sie schwer einzuschätzen", weiß Favre, der sich wie gewohnt äußerst akribisch dem Gegner gewidmet hat. "Es ist nicht ganz leicht vorherzusagen, wie sie nun gegen uns antreten."

Aber ein paar kleine Geheimnisse gibt es rund um die Gladbacher Aufstellung zum Auftakt in Dortmund ja schließlich auch.

Oliver Bitter

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