2. Bundesliga

Was ist Schalke ohne Simon Terodde? Drexler gibt die Antwort

Ausfallzeit des Torjägers noch offen

Was ist Schalke ohne Terodde? Drexler gibt die Antwort

Simon Terodde und Dominick Drexler jubeln derzeit nicht gemeinsam auf dem Patz, denn der Torjäger fehlt verletzt.

Simon Terodde und Dominick Drexler jubeln derzeit nicht gemeinsam auf dem Patz, denn der Torjäger fehlt verletzt. imago images/Nordphoto

In der aktuellen Saison hatte Simon Terodde jeden Spieltag in der Startelf der Schalker gestanden - gegen Sandhausen war der Name des Torjägers dort nicht zu finden. "Simon hat einen Schlag gegen Werder bekommen. Seit den letzten Trainingseinheiten ist es wieder schlimmer geworden", sagte Trainer Dimitrios Grammozis vor der Partie bei "Sky". Die Königsblauen mussten also ohne den Rekordtorschützen der 2. Bundesliga gegen Sandhausen antreten.

"Ich habe damals ein Interview gegeben, wenn es so weit ist, da werden wir sehen, wie wir darauf antworten", sagte Ersatz-Kapitän Dominick Drexler über den Ausfall Teroddes. Schalke versuchte das Fehlen zwar mit mannschaftlicher Geschlossenheit zu kompensieren, die Kaltschnäuzigkeit des Torjägers fehlte Königsblau zunächst aber. Marius Bülter (8.) und Rodrigo Zalazar (45.) ließen dicke Möglichkeiten aus, die Terodde wohl genutzt hätte, um seinen Rekord weiter auszubauen.

Grammozis ärgert sich über 0:1

"Man weiß ja auch, was der Fußball immer mit sich bringt. Wenn man die Dinger vorne nicht reinmacht, dann denkt man schon, okay, wir müssen trotzdem eine gute Restverteidigung und auch Geduld haben", sagte Grammozis - und genau diese Restverteidigung hatte Schalke beim 0:1 nicht mehr. Nach einem Ballverlust von Reinhold Ranftl konterte Sandhausen perfekt. "Das war eigentlich eine Situation, die kontrollieren wir, wir haben den Ball und spielen dann meiner Meinung nach zu lange nochmal quer, anstatt den Ball wieder reinzubringen", ärgerte sich Grammozis.

1:1 war "Knotenlöser"

Ein Kompliment wollte der Trainer seinem Team aber auch machen, "die Spieler sind ruhig geblieben, das war wichtig". Nach dem "Knotenlöser" (Grammozis) von Thomas Ouwejan zum 1:1 "haben die Jungs wirklich nochmal an sich geglaubt". Was dann ab der 64. Minute folgte, war nahezu ein Musterbeispiel für eine eiskalte Chancenverwertung. Binnen 18 Minuten drehten die Schalker die Partie und schossen vier Tore. Zweimal Bülter, ein Eigentor von Alexandr Zhirov und Zalazar stellten den 5:2-Endstand her. Die Knappen ließen sich selbst vom zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Pascal Testroet nicht aus dem Konzept bringen.

"Ich glaube, man hat es gesehen: Das Spiel mit Simon Terodde ist ein ganz anderes als ohne Simon", sagte Drexler und führte aus weiter aus: "Und dass wir Simon gerne auf dem Platz haben, jedes Spiel 90 Minuten, das möchten wir alle. Aber wenn wir Simon nicht haben, spielen wir anders, das haben wir heute gesehen. Und die Antwort habe ich schon vor acht Wochen im Interview gegeben, und ich glaube, das ist heute die Bestätigung dafür."

Terodde fehlt "bis auf Weiteres"

Die Knappen spielten in Hälfte zwei offensiv variabel und fanden so immer wieder Lücken in der Sandhäuser Defensive - und vor allem nutzten sie diese endlich auch eiskalt aus. Wie lange die Schalker noch "anders" spielen müssen, das ist noch nicht geklärt. Terodde fällt zunächst "bis auf Weiteres" aus.

sts

Rekordtorjäger der 2. Liga: Terodde jetzt allein vor Schatzschneider