Bundesliga

VfB Stuttgart: Was Guirassy und Undav besser machen können

Stuttgarts Trainer ist sehr zufrieden, sieht aber auch Verbesserungspotenzial

Was Guirassy und Undav besser machen können

Die beiden Stuttgarter Topscorer: Serhou Guirassy (li.) sammelte bislang 19 Scorerpunkte, Deniz Undav kommt auf zehn.

Die beiden Stuttgarter Topscorer: Serhou Guirassy (li.) sammelte bislang 19 Scorerpunkte, Deniz Undav kommt auf zehn. IMAGO/Michael Weber

An 21 der jüngsten 22 Bundesligatreffer Stuttgarts waren entweder Guirassy oder Undav direkt beteiligt - oder gar beide. Im Schnitt traf der Franzose in dieser Saison alle 49 Minuten ins Netz, sein deutsch-türkischer Mitstreiter alle 68 Minuten. Lediglich Bayern-Star Harry Kane kann da noch mithalten, der jeweils 58 Minuten benötigte, um zum Jubel anzusetzen. Zum Vergleich: Bayer-Torjäger Victor Boniface brauchte dagegen im Schnitt 138 Minuten pro Tor.

Trotz dieser Spitzenwerten sieht Cheftrainer Hoeneß bei seinem Doppel noch ein wenig Luft nach oben. Darauf angesprochen fällt dem 41-Jährigen spontan nur "die Chancenverwertung beziehungsweise das klarere Kreieren von Torchancen" ein. "Das war schon gegen Bremen so und war auch gegen Dortmund so." Gegen Werder (2:0) wirkten die Angreifer etwas zu verspielt, im Pokal gegen die Borussen (2:0) etwas zu hektisch und ein bisschen zu schlampig. Daran könne man noch arbeiten, meint Hoeneß, der dies allerdings keineswegs als Kritik missverstanden haben will.

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Grundsätzlich sei wichtig, "dass man viele Chancen im letzten Drittel kreiert". Dies sei absolut der Fall. Entsprechend müsse man "aufpassen, keine zu große Erwartungshaltung zu haben. Die beiden haben die Messlatte in den vergangenen Wochen sehr hoch gelegt. Es ist unfair, diese Messlatte immer wieder anzulegen." Neben der Abschlussgenauigkeit ist dem VfB-Coach eigentlich "die Art viel wichtiger, wie sie sich an unserem Pressing und Gegenpressing beteiligen. Wie ist die Körpersprache, sehen sie den besser Postierten? Das sind die entscheidenden Dinge und nicht, ob sie jedes Mal ein Tor erzielen oder vorlegen."

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Hoeneß erwartet keine körperlichen Probleme trotz hoher Belastung

Die obligatorische Frage, ob Guirassy und Undav auch gegen Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gemeinsam starten, will Hoeneß einmal mehr nicht definitiv beantworten. "Es hat sich nichts geändert: Es ist schwer, an den beiden vorbeizukommen", bekennt Hoeneß, der allerdings noch Bedenkzeit erbittet. "Das ist kein Gepoker. Wir tüfteln noch und entscheiden erst noch, wer am Ende spielt." Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch. "Beide hatten gegen Dortmund wieder ihren Einfluss, Serhou macht sein Tor, Deniz ist marschiert. Allerdings muss man den Gesamtkontext betrachten. Zum Beispiel, wie sind sie körperlich beieinander? Ich werde nochmal mit ihnen sprechen. Wenn es passt, kann es gut sein, dass wieder beide spielen."

Trotz der hohen Belastung in dieser englischen Woche mit den Partien gegen Bremen, Dortmund und jetzt Leverkusen sieht Hoeneß wenig Grund zur Sorge, dass seine Mannschaft körperlich Probleme bekommen könnte. "Es gibt keine günstigere englische Woche" mit den Spielterminen  Samstag, Mittwoch und jetzt Sonntag. "Ich habe die Hoffnung, dass wir in der Lage sind, jeden bei hundert Prozent zu haben. Das muss sich aber morgen zeigen."

Rund um die nächste Trainingseinheit, in der der Cheftrainer seine Mannschaft sicher nicht nur physisch, sondern auch psychisch auf das Spitzentreffen mit Bayer einstimmen wird. "Der Respekt ist da. Aber die Freude ist größer als der Respekt", erklärt Hoeneß. "Da kommt eine richtig gute Mannschaft auf uns zu. Wir freuen uns grundsätzlich auf solche Herausforderungen." In der aktuellen Verfassung als DFB-Pokal-Viertelfinalist und Bundesligadritter umso mehr. "Die Konstellation ist noch positiver als sonst. Wir haben ein Topspiel gegen Dortmund gewonnen und sind in einer sehr guten Ausgangsposition. Das macht die Freude noch größer."

George Moissidis

Fußball: DFB-Pokal, VfB Stuttgart - Borussia Dortmund, Achtelfinale, MHPArena. Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß steht vor dem Spiel im Stadion.

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