Bundesliga

Was Dennis Geiger der TSG Hoffenheim geben kann

Comeback nach monatelanger Pause

Was Geiger der TSG geben kann

Seine Rückkehr kommt genau richtig: Dennis Geiger.

Seine Rückkehr kommt genau richtig: Dennis Geiger. IMAGO/Noah Wedel

Es lief bereits die Nachspielzeit am Sonntagabend im Signal-Iduna-Park, als sich Dennis Geiger nach monatelanger Verletzungspause endgültig zurückmeldete. Im Kampf um den Ball mit Donyell Malen gab er dem Dortmunder Offensivmann an der Seitenlinie einen ordentlichen Schubser. Gewiss nicht die feine englische Art, der Niederländer revanchierte sich, beide sahen zu Recht Gelb. Am Ende kostete die Aktion aber den BVB womöglich wertvolle Sekunden und half, den ersten Hoffenheimer Sieg im Jahr 2024 über die Zeit zu bringen. Wenn man so möchte sind es - neben seiner spielerischen Qualität und seiner Aggressivität - genau derartige Nickligkeiten, die Geiger für die TSG doppelt wertvoll machen und die vielleicht ein Stück weit gefehlt haben in der zuletzt sehr negativen Phase für die Kraichgauer. Geiger ist einer, der sich mit aller Macht gegen Niederlagen stemmt, ein Mentalitätsspieler, gegen des es eben auch mal wehtun kann.

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"Es war heute etwas ganz Besonders für mich. Ich habe neun Monate gewartet, drei Wochen trainiert und mir geht es nach der langen Zeit sehr gut, auch wenn es noch etwas dauern wird, bis ich wieder bei 100 Prozent bin", sagte Geiger nach seinem ersten Pflichtspieleinsatz der Saison am TSG-Mikrofon. Eine Muskelverletzung vor der Runde hatte den 25-Jährigen völlig aus dem Tritt gebracht. Aus Wochen wurden Monate in Behandlung und Reha, erst eine Umstellung der Therapie fruchtete. Nach und nach musste sich der Rechtsfüßer wieder herankämpfen.

Mit Erfolg und sehr zur Freude von Trainer Pellegrino Matarazzo, der Geiger in Dortmund kurz nach der 3:2-Führung für Andrej Kramaric hineinwarf, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Mit dem ehemaligen Kapitän der deutschen U 21 verfügt Matarazzo über eine Option mehr in der Zentrale. Die ist zwar eigentlich gut besetzt, nachdem sich auch noch Umut Tohumcu überraschend schnell zur potenziellen Stammkraft aufgeschwungen hat. Das Profil des aggressiven Balljägers allerdings vertrat in den vergangenen Wochen lediglich Grischa Prömel und der 29-Jährige fehlt mit einer Innenbandverletzung, die er sich beim 0:1 gegen den 1. FC Union zugezogen hat, auf unbestimmte Zeit. Insofern kommt Geigers Rückkehr genau richtig.

Benni Hofmann