2. Bundesliga

"Was für eine Falle?": Walter ruft seine Elf zu Treue auf

Hamburger SV trifft am Samstag auf Hannover 96

"Was für eine Falle?" Walter ruft seine Spieler zu Treue auf

Trifft mit seinem HSV am Samstag auf Hannover 96: Trainer Tim Walter.

Trifft mit seinem HSV am Samstag auf Hannover 96: Trainer Tim Walter. imago images

Tim Walter war ziemlich gut aufgelegt, als er am Donnerstagnachmittag vor dem letzten Heimspiel der Saison in einer virtuellen Pressekonferenz die Fragen der Hamburger Journalisten beantwortete. Als sich ein Reporter nach Stephan Ambrosius erkundigte, dem Innenverteidiger, der nach seiner langen Verletzungspause möglicherweise in der sogenannten "Walter-Falle" stecke, da musste der HSV-Coach erstmal lachen. Dann fragte er: "Was für eine Falle?"

Wegen eines Kreuzbandrisses stand Ambrosius in dieser Saison erst ein Mal im Hamburger Spieltagskader. Nach seiner Nominierung gegen Karlsruhe (3:0) fand der 23-Jährige bei den jüngsten beiden Spielen in Regensburg (4:2) und Ingolstadt (4:0) keine Berücksichtigung. Eventuell ein Hinweis, dass Ambrosius nicht zu Walters Spielansatz passt, er also, wie es im Boulevard hieß, in der "Walter-Falle" steckt?

Wir müssen bei uns bleiben und unser Ding durchziehen.

Tim Walter

Nein, betonte Walter. Ambrosius sei lange außen vor gewesen und nutze jetzt die Zeit als Lernphase. Von einer Falle könne deshalb keine Rede sein, meinte Walter und scherzte, als ein anderer Reporter im Laufe der digitalen Medienrunde für einen Augenblick technische Probleme hatte: "Vielleicht ist er in der Abseitsfalle."

Ja, es war ein ziemlich gelöster Tim Walter, der da vor dem Duell mit Hannover auf dem Pressepodium saß. Nach drei Siegen ist seine Mannschaft wieder mittendrin im Aufstiegsrennen, Rang zwei ist nur noch drei Punkte entfernt.

"Die Jungs verspüren Vorfreude", sagte Walter mit Blick auf die Partie gegen 96 und wehrte dann ab, als es darum ging, ob der HSV mit seiner Spielidee auch in der Bundesliga bestehen könne: "Das ist eine sehr gute Frage, aber die stellen wir uns erst, wenn es so weit ist."

Vorher gilt: Hausaufgaben erledigen und Hannover schlagen, ohne dabei auf die Konkurrenz zu blicken. "Wir müssen bei uns bleiben und unser Ding durchziehen", betonte Walter, wohlwissend, dass der HSV nur dann erfolgreich sein kann, wenn sich seine Spieler treu bleiben. Zuletzt war das der Fall - jetzt sind es noch zwei Partien, die über Wohl und Wehe der Saison entscheiden.

lei

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